Samstag, 17.11.2018

andere
Razzz
17.11.2018 in Berlin

Arbeit ist das ganze Leben. Allein schon morgens aufzustehen, wenn du vom Tag außer Stress nicht viel erwartest. Trittst du nicht von selbst ins Fettnäpfchen, gibt’s immer andere, die dir eins unter die Füße schieben. Ein Tag im Leben von Zak und seinen Freunden. Eine Story, wie sie jeder mal erlebt hat oder erleben kann.



So weit, so oft gesehen.



Den vier Beatboxern von Razzz das Beatboxmusical gelingt die Quadratur des Kreises. Sie machen aus von uns kaum mehr wahr genommenen Alltäglichkeiten kleine Kunstwerke. Sie bieten uns überraschende Einblicke auf gewohnheitsmäßige Routine und außergewöhnliche Ereignisse, die sie mit Humor, manchmal feiner Ironie, dann wieder derbem Witz zeichnen.



Begleitet von zeitweise orchestralen Soundkompositionen, pointierten Songarrangements von Rock und Jazz bis zu Hip Hop und Elektropunk zeigen die herausragenden Musiker in einer der z.Z. innovativsten Inszenierungen eine Spielfreude und professionelle Beherrschung ihrer Kunst, die die Zuschauer mitreißt und begeistert.



Comicfiguren, in die sich die vier Beatboxer mit wenigen Accessoires verwandeln; Alltagssprache mit einigem Tiefgang; eine zunehmend irrwitzige Geschichte; alle Sounds, Geräusche und Instrumente sind mit dem Mund gemacht. Live. Man sieht's den Jungs an. Der Schweiß fließt in Strömen. Das ist richtig Arbeit und es macht richtig viel Spaß zuzuschauen.



Razzz das Beatboxmusical

das Antideprazzzivum gegen die Melancholie der dunklen Jahreszeit. Wirkt nachhaltig.





Eintritt: 19,-€, erm. 15,-€ Stud. 12,-€ (nur im VVK)

 


Ausstellung
Lee Bul
17.11.2018 in Berlin

Lee Bul, eine der bedeutendsten koreanischen Künstler*innen ihrer Generation, hat für ihr formal erfinderisches und intellektuell provokantes Werk große internationale Anerkennung erfahren. Vom 29. September 2018 bis 13. Januar 2019 zeigt der Gropius Bau mit Crash ihre erste Einzelausstellung in Deutschland. Die umfassende Werkschau ist die erste von Stephanie Rosenthal kuratierte Ausstellung als neue Direktorin des Gropius Bau.



Lee Buls vielfältiges Schaffen zwischen Performance- und Installationskunst erforscht Träume, Ideale und Utopien, die von futuristischen Theorien und Science-Fiction, Bioengineering und visionärer Architektur beeinflusst sind. Crash ist eine Ausstellung, die uns als Erlebnisparcours in ihren Bann zieht und mit experimentellen Ausstellungsstücken begeistert. Lee Buls raumgreifende Inszenierungen und Landschaften experimentieren mit außergewöhnlichen Materialien wie Perlmutt, Kristallen, Leder oder Samt und zeigen fantasievolle Topographien utopischer Sehnsüchte. Neben der sinnlichen Erfahrbarkeit und dem Humor ihrer Werke sind Lee Buls Arbeiten auch von ihren persönlichen Erfahrungen und subtilen Anspielungen auf die Geschichte und Politik Koreas geprägt. Während ihres nunmehr 30-jährigen künstlerischen Schaffens hat Lee Bul die Entwicklung Südkoreas von einer Militärdiktatur zur Demokratie in ständiger Konfrontation mit dem nur wenige Kilometer entfernten Nordkorea miterlebt. Ihre Arbeiten zeugen von einer intensiven Reflexion historischer und politischer Diskurse, den Herausforderungen von Globalisierung und technischem Fortschritt, aber auch von dem Streben nach Idealen menschlicher und gesellschaftlicher Vollkommenheit und deren potentiellem Scheitern.



Eine Ausstellung in Kooperation mit der Hayward Gallery London, kuratiert von Stephanie Rosenthal. Ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds.



Foto: Lee Bul. Willing To Be Vulnerable, 2015–2016, Ausstellungsansicht „Crashing” Hayward Gallery, 2018



Foto: Maxie Fischer, Foto Courtesy: Gropius Bau




täglich 10-19 Uhr, außer Dienstag
Ausstellung
Bestandsaufnahme Gurlitt.
17.11.2018 in Martin-Gropius-Bau

Im November 2013 sorgt der sogenannte „Kunstfund Gurlitt“ für weltweite Schlagzeilen. Denn die 1500 Kunstwerke, die Cornelius Gurlitt (1932–2014), der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier, NS-verfolgungsbedingt entzogene, Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.



Ab 14. September 2018 wird die Bestandsaufnahme Gurlitt im Gropius Bau in einer großangelegten Ausstellung präsentiert. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebettete Schau basiert auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“. Gezeigt werden nicht nur ca. 250 Kunstwerke, die jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren und ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden, sondern es wird die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert. Die Ausstellung gewährt so auch Einblicke in die Geschichte der Objekte und die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen Sammler*innen, Kunsthändler*innen und Künstler*innen, die dem NS-System zum Opfer fielen.



Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern.



Foto: Auguste Rodin (1840–1917), Kauernde. ca. 1882, Marmor, http://www.lostart.de/521802 Foto: Albrecht Fuchs © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH




täglich 10-19 Uhr, außer Dienstag

Literatur
26. open mike
17.11.2018 in Berlin

Mit Kyrill Constantinides Tank, München | Astrid Ebner, Graz | Katharina Goetze, Wien | Rebekka Greifenberg, Braunschweig | Christian Hödl, Endlhausen | Caren Jeß, Berlin | Felix Krakau, Düsseldorf | Grit Krüger, Berlin | Demian Lienhard, Baden | Olivia Meyer Montero, Berlin | Merle Müller-Knapp, Berlin | Yade Önder, Berlin | Sven Pfizenmaier, Berlin | Eva Raisig, Berlin | Caroline Rehner, Berlin | Lara Rüter, Leipzig | Lennart Schaefer, Köln | Marina Schwabe, Leipzig | Robert Wenzl, Berlin | Erik Wunderlich, Freiburg | Jury: Lucy Fricke | Katja Lange-Müller | Steffen Popp



Eintritt frei



„Im wohlig warmen Foyer drangen sich die Besucher, knisternde Spannung liegt in der Luft. Das Publikum freut sich auf die Lesungen, auf reizvolle Prosa und packende Lyrik.“ Irene Binal, Deutschlandfunk Kultur



20 junge Autorinnen und Autoren, ausgewählt aus über 500 eingesandten Texten, übernehmen zwei Tage lang die Bühne im Heimathafen Neukölln und lesen um den Gewinn des open mike. Jeder hat 15 Minuten Zeit, um das Publikum und die Jury zu überzeugen, dann klingelt der Wecker. Am ersten Tag des Finales lesen zwölf Autorinnen und Autoren. Die Reihenfolge wird kurz vorher durch das Los ermittelt.



Die Wettbewerbstexte erscheinen als Anthologie im Allitera Verlag und sind ab dem 15.11.2018 exklusiv in den Buchhandlungen Anakoluth im Prenzlauer Berg und LeseGlück in Kreuzberg erhaltlich, während des open mike vor Ort, danach im Buchhandel oder unter allitera.de.



Am 25.11.2018 um 0:05 Uhr sendet Deutschlandfunk Kultur eine Reportage zum 26. open mike.