Samstag, 17.11.2018

Konzerte
Songs & Whispers Special: Daisy Chapmann
17.11.2018 in Bremen

Zum wiederholten Mal im Sendesaal: die wunderbare englische Singersongwriterin und Pianistin Daisy Chapman als Gast in der Reihe Songs & Whispers Special. Stets an Chapmans Seite ist die Violinistin Sue Lord. Gemeinsam gewähren sie Einblicke in das neuste Album „Good Luck Songs“, welches Ende 2017 erschienen ist. Im Vorprogramm spielt der Singer-Songwriter Ben Lorentzen (NOR/USA) seine neuste Solo-Aufnahme “Pains & Pleasures of Intimancy”.



Daisy Chapman - Gesang, Piano

Sue Lord - Violine



Perfekte kammermusikalische Arrangements gekoppelt mit Loops und eine wuchtige Stimme sind Daisy Chapmans Markenzeichen. In UK, Deutschland, Frankreich und sogar in China hat sie sich durch unermüdliches Touren einen respektablen Namen erspielt. Und sie hat Geschichten gesammelt. Unzählige Geschichten, die sie uns erzählen will - auf ihre Art.



Stets an Chapmans Seite ist die Violinistin Sue Lord. Gemeinsam gewähren sie exklusive Einblicke in das Ende 2017 erschienene Album Good Luck Songs



Die Titel des fünften Studioalbums umfassen Theorien von Glück und Glückwünschen aus der ganzen Welt. Der Song „Home Fires“ etwa beschreibt den Kreislauf des Lebens von der Kindheit bis zur Gründung der eigenen Familie und geht kompositorisch zurück zu Chapmans Wurzeln. www.daisychapman.com​



“Instantly captivating.”- The Independent

“Watch this woman, she’ll go far.” - BBC Introducing



Eine Veranstaltung von Songs & Whispers


Kunst & Kultur
Macbeth
17.11.2018 in Bremen

Ü: Rainer Iwersen.
R: Bernd Freytag.
B/K: Heike Neugebauer. M: Karin Enzler. Mit: Tobias Dürr, Tim Lee, Peter Lüchinger, Erik Roßbander, Markus Seuß.

Regieassistenz: Sven Hartlep. Bühnen- und Kostümassistenz: Lilly Bosse, Anselm Stählin. Regiehospitanz: Josephine Schumann.



Macbeth beschreibt ein Untergangsszenario, das einem immer gleichen Mechanismus folgt. Das Streben nach der Macht, das Sich-selbst-erheben Können und Wollen, führt zum Untergang. Die Figuren des Dramas irren angestachelt und fehlgeleitet durch ihr Wollen in dieser Untergangsmaschine umher – ein Entkommen ist nicht möglich.

Bernd Freytags Neuinszenierung von „Macbeth“ ist kein blutiges Schlachten- und Historiengemälde. In dem Drama geht Macht vor Recht und für den Gewinn und den Erhalt der Macht wird skrupellos gemordet, nicht nur von Macbeth. Die Inszenierung reflektiert das Machtstreben und die damit verbundene Gewalt als Männlichkeitsmythos und Rollenklischee. Auch die Rolle der Lady Macbeth wird konsequenterweise wird von einem männlichen Schauspieler ausgefüllt, denn sie ist in demselben mörderischen Machtstreben wie sämtliche Figuren des Dramas, gefangen. Der Schluss der Tragödie deutet es an: die Gewalt ist ein sich permanent fortsetzendes Element in der Geschichte. Jeder ist bereits in der Gegenwartsein eigenes zukünftiges Gespenst, zukünftige Gespenster, die die Gespenster von gestern sehen, für die sie selbst gesorgt haben. Und auch der nachfolgenden Generation scheint dasselbe zu blühen. Ist „Macbeth“ die Tragödie eines systemischen Problems oder eine schwarze Komödie?


Konzerte
The KutiMangoes
17.11.2018 in Bremerhaven

2013 erschien auf der Kopenhagener Bildfläche eine Gruppe renommierter Musiker, deren Ideengeber und Komponisten Michael Blicher und Gustav Rasmussen sich zum Ziel gesetzt hatten, die Faszination westafrikanischer Musik in der Tradition eines Fela Kuti mit denen des unnachahmlichen Bassisten Charles Mingus sowie des Saxophonisten Ornette Coleman zu verbinden; für alle hatten sie eine ausgeprägte Vorliebe, und so waren The KutiMangoes geboren. 



Sie mischten nicht nur dänische Clubs gehörig auf, ihre CD „Afro Fire“ wurde 2014 sogleich Dänischer Grammy Gewinner für das "Best World Music Album" und der in einschlägigen Radiosendern rotierende Titel “afro fire” zum "Best World Music Track".  Darüber hinaus gab es Nominierungen für die Best Compostitions und das Best Alternative Jazz Album. 



Über Ihr Debut wie auch das aktuelle Album “made in afrika” waren die Experten sich schnell einig: so hätte es sich angehört, wenn Fela Kuti, Charles Mingus und Ornette Coleman eine Band in Copenhagen gegründet hätten, die es sich zur Aufgabe machte, afrikanische Lebensfreude und Spiritualität in die Welt zutragen.



Inspiriert von diesen Ausnahme-Künstlern, spielen The KutiMangoes einen besonderen Mix eigener sowie traditioneller Kompositionen aus Afrobeat, Jazz, Soul und Blues.



The KutiMangoes beanspruchen selber keine westafrikanische Authentizität für sich, gleichwohl ist kein Unterschied auszumachen und das neue Album ist ohnehin in Zusammenarbeit mit Musikern in und aus Burkina Faso und Mali entstanden. Ihre bescheidene Herangehensweise im Umgang mit der traditionellen Musik und den Musikern ist ganz offenbar Balsam für die Seele seiner Urheber und so sind gerade Experten regelmäßig völlig überrascht, dass die Musiker tatsächlich aus Kopenhagen kommen.



Mit 3 Bläsern, Fender Rhodes, Schlagzeug und Percussion zählen die Dänen jedenfalls zum Heissesten, was der Afrobeat und -Jazz derzeit zu bieten hat.



Musikbeispiel


Ausstellung
Zeit ist ein spitzer Kreis
17.11.2018 in Neuhardenberg

„Eines Tages kaufte ich weiße Karteikarten, einen Klebestift und fing an, im Zug mit der Nagelschere aus der Zeitung ein Schwarzweiß-Bild und Wörter auszuschneiden. Auf eine Karte klebte ich dann das Bild und ein paar Wörter: DAS STÖRRISCHE WORT ALSO, oder WENN ES EINEN ORT WIRKLICH GIBT STREIFT ER DAS VERLANGEN, oder DIE TASCHENDIEBIN DIE BIN ICH. Ich war verblüfft, weil einzelne Wörter eine ganze Geschichte erzählen. Weil ein paar Wörter etwas Rätselhaftes hergeben, weil das Wenige noch allerhand suggeriert – eine ganze Geschichte geht weiter, merkte ich, gerade weil sie nicht auf der Karte steht. Auf jeder Karte steigt der Text mit dem Bild auf eine Bühne, jede Karte inszeniert ihr kleines Theater. Es ist der intensivste Kontakt mit Sprache, weil man jedes Wort einzeln anfassen muss. Überhaupt ist diese Arbeit sinnlich. Und sie ähnelt in vielem dem wirklichen Leben: der Zufall, durch den sich die Wörter treffen; mehr als die Größe der Karte ausmacht, geht nicht drauf; was einmal festgeklebt ist, kann man nicht mehr ändern“, schreibt die Autorin Herta Müller über ihre künstlerische Praxis poetischer Collagen, denen sie sich bereits seit den 1980er Jahren widmet. Anlässlich des 65. Geburtstages der Nobelpreisträgerin für Literatur am 17. August 2018 zeigt die Stiftung Schloss Neuhardenberg die Ausstellung Zeit ist ein spitzer Kreis mit einer Auswahl dieser intuitiven und verspielten „Wort-Bilder“.



Gefördert durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes



Ausstellung: 16.9. bis 2.12.2018

Eröffnung So, 16.9., 15 Uhr



Foto: Stiftung Schloss Neuhardenberg




dienstags bis sonntags
sowie an Feiertagen 10–18 Uhr
(an Tagen mit Veranstaltung
bis zu deren Beginn)
ab 1. November samstags und sonntags 11–16 Uhr
Ausstellung
Jenny Michel
17.11.2018 in Berlin

Jenny Michels Werk, das Objekte, Zeichnungen, Fotoarbeiten und Sound umfasst und auch zusammenführt, basiert auf einer philosophischen bzw. erkenntnistheoretischen und auch wissenschaftshistorischen Herangehensweise. In Zeichnungen und Installationen verarbeitet sie oft palimpsestartig gegenwärtige und geschichtliche Modelle der Welt. „Antenna Diaries“, speziell konzipiert für die Ausstellung, verwandelt die beiden Galerieräume in einen „Kartenraum“ und einen „Legendenraum“.

In ersterem überziehen Drahtgeflechte in Clustern die Wände, versehen mit kartenartigen wissenschaftlichen Gebilden, Modelle utopischer Entwürfe, die einerseits als Antennen fungieren und andererseits auf der Soundebene miteinander verbunden sind. Die collagenartige Weiter¬führung im zweiten Raum geht assoziativ der Frage nach Utopien, aber auch Ballast der Vergangenheit, der gegenwärtiges Denken, Theorien und Ideologien prägt, nach.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (dt./engl.).



Jenny Michel (geb. 1975, lebt in Berlin), zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbetei¬ligungen, u.a. 2018 Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin, 2017 Museum Wiesbaden, Museum König Bonn, 2015 Städtische Galerie Wolfsburg, Kunstwegenpaviljoen Zwolle, Kunstverein Ludwigshafen, 2014 Apexart New York, Kunsthalle Kiel, 2013 Kupferstichkabinett Berlin, 2012 Schirn Kunsthalle Frankfurt



Veranstalter: Kulturamt Steglitz-Zehlendorf

Info: 90 299 2212 | Eintritt frei

http://www.kultur-steglitz-zehlendorf.de




Mo bis So 10:00 - 18:00