Mittwoch, 12.12.2018

Dance / Electronics ab 12,00 €
gamut inc´s redrum - Musiktheater - gamut inc
12.12.2018 in Köln

Eine unheimliche Meditation über das Gewicht der Geschichte auf die Gegenwart - mit Referenzen zu August Strindbergs sozial-kritischem Roman „Das Rote Zimmer“ und anderen.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich, soll Mark Twain gesagt haben.
Zurzeit haben diese Reime einen harten Klang und erinnern daran, dass Zivilisation auf einem Untergrund von Gewalt gebaut ist. Sie ist nur eine dünne Schicht von Normalität, unter der diese Gewalt verdeckt ist und sich immer wieder Bahn bricht. In REDRUM entwickelt das Ensemble gamut inc gemeinsam mit der US-amerikanischen Librettistin Leslie Dunton-Downer ein Musiktheater, das sich vielschichtig mit der Brüchigkeit scheinbar verlässlicher gesellschaftlicher Übereinkünfte beschäftigt. In verschiedenen Räumen werden die Zuschauer in ein Panoptikum von Bildreferenzen verwickelt, in denen verschiedene Zeitebenen und Realitäten zu einem poetischen Resonanzraum verdichtet werden. Tiefe elektronische Klänge aus dem Untergrund, fragile harmonische Strukturen des Cello-Quartetts „the octopus“ und labile rhythmischen Figuren von Schlagwerk, Saiteninstrumenten, E-Gitarre und Posaune spinnen zusammen mit den performativen Sequenzen einen Irrgarten des Unheimlichen. Forever and ever and ever

http://www.gamutinc.org

In englischer und deutscher Sprache.

Konzept, Komposition und künstlerische Leitung: gamut inc (Marion Wörle und Maciej Sledziecki), Libretto: Leslie Dunton-Downer, Performance: Cian McConn, Maike Schmidt, beratende Regie: Thomas Fiedler Gitarre: Maciej Sledziecki, Elektronik: Marion Wörle, Perkussion, Saiten und Glühlampen: Michael Vorfeld, Posaune: Hilary Jeffrey, The Octopus Cello Quartett: Nathan Bontrager, Elisabeth Coudoux, Nora Krahl, Hugues Vincent
Klangregie Robert Nacken, Bühne gamut inc Kostüme: Cian McConn, Technische Leitung: Florian Mönks, Licht: Reinhard Hubert, Johannes Kordes Presse: Sarah Rosenau, Produktion: satelita Musikverlag


Ein Projekt von gamut inc, gefördert durch den Musikfonds, die Bezirksregierung Köln sowie das Landesbüro NRW
Klassik-Konzert ab 16,00 €
Johannes-Kreisler-Trio - „Früh- und Spätwerke“
12.12.2018 in Freiberg am Neckar

Das Johannes-Kreisler-Trio widmet sich gerne ungewöhnlichen oder selten gespielten Werken, und so wird beim Freiberger Konzert die erste Programmhälfte von regelrechten Juwelen der Musikgeschichte bestimmt, nämlich Frühwerken von Hermann Goetz und Sergei Rachmaninoff. Nach der Konzertpause steht ein echter Klassiker auf dem Programm: Beethovens üppiges „Erzherzog-Trio“ op. 97, das alle Merkmale des Spätstils des berühmten Meisters aufweist und zugleich sein letztes Trio ist.

Das Johannes-Kreisler-Trio ist nach „Kapellmeister Johannes Kreisler“ – einer Figur aus den Romanen von E. T. A. Hoffmann (1776 – 1822) benannt. Er begegnet dem Leser einerseits als leidenschaftliches Genie, das vollkommen von der Musik eingenommen ist und zu den höchsten künstlerischen Idealen strebt, andererseits an der Realität des Alltags und der Schönheit der Musik verzweifeln kann und von seiner Umwelt nicht verstanden wird.

Das Johannes-Kreisler-Klaviertrio (JKT) hat sich nach dieser Gestalt benannt, da ihr Schöpfer E. T. A. Hoffmann mit seinen Schriften viele große Komponisten der Romantik in ihrer Kunstauffassung und ihrem Lebensgefühl beeinflusste – in erster Linie Brahms und Schumann, die seine Romane und Erzählungen begeistert verschlangen und die Kreisler-Figur liebten und verehrten.

Das Trio engagiert sich mit vollem Einsatz und leidenschaftlichem Herzblut, aber auch mit Witz und Spaß auf der Bühne. Es nimmt sich immer wieder Projekte und Werke jenseits des Standardrepertoires vor.

Einlass: 19 Uhr

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