Donnerstag, 18.07.2019
um 19:30 Uhr

X-Point Halle Passau
Messestr. 12
94036 Passau


Tickets
ab 31,90 €




in italienischer Sprache mit deutschen Übertitel


Maddalena Crippa
Graziano Piazza
Paolo Calafiore, Bühnenbild und Licht
Lina Prosa, Regie

Die Europäischen Wochen Passau produzieren die deutsche Erstaufführung des Theaterstücks Lampedusa Way der sizilianischen Regisseurin und Autorin Lina Prosa. Das Zwei-Personen-Stück beschreibt die Suche zweier Nordafrikaner nach ihren vermissten Angehörigen, die im Mittelmeer bzw. in einem Flüchtlings-
lager in den Dolomiten umgekommen sind. Es bildet den Abschluss der Triloga del Naufragio. Das daraus stammende Stück Lampedusa Beach wurde 2013 an der Pariser "Comédie-Francaise" inszeniert - zum ersten Mal wurde damit der Text einer italienischen Autorin an der legendären Institution aufgeführt. Die Botschaft der Autorin: "Flucht ist eine conditio humana". Für die europäischen Wochen Passau erarbeitet die Regisseurin eine Neuproduktion in italienischer Originalsprache mit Übertiteln.

Aufführungsrechte an der deutschen Übersetzung (Unter-/Obertitel) von Sabine Heymann: PER H. LAUKE VERLAG, Hamburg
Schulaufführungen am Donnerstag, 18.7. und Freitag 19.7. jeweils 11 Uhr.

Foto: Leda Terrana

Einlass ab 19:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

"Der Zitherspieler" - eine musikalische Bühnenaktion
Zum 80. Jahrestag des Hitlers-Attentates von Georg Elser


Georg Glasl, Zither
Lilly Forgách, Schauspiel
Cornel Franz, Regie
Sabine Reithmaier, Text

Auf den Tag vor 80 Jahren, am 8. November 1939, versucht der Schreiner Georg Elser, Hitler, Göring und Goebbels zu töten. Das Attentat scheitert knapp, da die nationalsozialistische Führungsmannschaft den Münchner Bürgerbräukeller völlig unerwartet kurz vor der Explosion der Bombe verlässt. Elser wird auf der Flucht festgenommen und kurz vor Kriegsende, am 9.April 1945, im KZ Dachau mit einem Genickschuss
ermordet.
Da er sich weder in Briefen oder Tagebüchern zu seiner Tat geäußert hat, stützt sich das kollektive Gedächtnis auf nachtragliche Erinnerungen von Zeitzeugen, die oft erst in den fünfziger Jahren befragt wurden, und auf die Verhörprotokolle der Gestapo: Quellen, die zwar vorgeben, das zu berichten, was gewesen ist, die aber wenig Rückschlüsse auf die historische Figur zulassen und möglicherweise Verfälschungen enthalten. Wie im Leben bleibt Georg Elser daher auch in der musikalischen Bühnenaktion "Der Zitherspieler" wortlos. Seine Stimme übernimmt die Zither, jenes Instrument, das er von 1926 bis zu seinem Tod spielte.

Auf der Bühne sind zwei Akteure zu erleben: der Zitherspieler sowie ein Sprecher/Schauspieler. Die Akteure bewegen sich, wie Musik und Text, durch den Bühnenraum. Die Textcollage, die die Schauspielerin vorträgt, besteht aus Fragmenten von Zeitzeugenberichten, Verhörprotokollen und anderen Textinterpolationen. Die Musik besteht aus zwei Ebenen: dem Liveklang der Zither, die die Komposition "Jeshimon" des Komponisten Peter Kiesewetter zum Klingen bringt, und einem Zuspielband mit Dolby-Surround-Effekt, die die Szenerie zusätzlich mit Geräuschen und Klängen auflädt. 2012 hat der Bayerische Rundfunk
"Der Zitherspieler" als Hörspiel produziert. Aus Anlass des 80. Jahrestages von Elsers mutiger Tat wird
das Werk nur für die Bühne eingerichtet.

Foto: Christoph A. Hellhake

Einlass ab 19:00 Uhr