Freitag, 11.10.2019
um 20:00 Uhr

Wollfabrik
Mannheimer Straße 35
68723 Schwetzingen


Tickets
ab 36,20 €




Das Konzert ist teilbestuhlt!

Neben Schock und Lähmung hat Donald Trumps Präsidentschaft auch Kreativität freigesetzt: Mag paradox klingen, aber der Kampf gegen Niedertracht kann Schönheit und Empathie
hervorzaubern. Bei der Sängerin Indra Rios-Moore ist das jedenfalls so. Die Tochter einer puerto-ricanischen Sozialarbeiterin und des Jazzbassisten Don Moore ist in New York nicht gerade in der Park Avenue aufgewachsen; sie gehört zu jenen, auf die Leute wie Trump herabblicken. Sein Wahlsieg hat ihr Angst eingejagt. Und Protestgeist eingehaucht. So ist die Auswahl
der Songs auf ihrem jüngsten Album „carry My Heart“ (2018) ein Statement: „Keep on Pushing“ von curtis Mayfield hat eine eindeutige Botschaft, ebenso wie „Any Major Dude“ von Steely Dan genau in die Zeit passt. ob es Pop ist, Soul oder Jazz, ob Eigen- oder Fremdkompositionen – Indra Rios-
Moore gelingt es seit Jahren, mit jedem Song eine Geschichte so zu erzählen, als würde sie von ihr gerade erst erschaffen werden. Als Kind fing sie mit dem Singen an, mit 13 wurde sie am Mannes college for Music angenommen. Als sie später in Brooklyn in einer Bar jobbte, lernte sie ihren Mann kennen, den dänischen Saxophonisten Benjamin Trærup. Sie verließ die USA, spielte mit dänischen Musikern zusammen, wurde für ihre ersten Platten gefeiert, ging zurück nach Amerika, um mit dem Produzenten Larry Klein „Heartland“ (2015 auf Impulse! erschienen) aufzunehmen und lebt nun mit ihrer Familie wieder in Europa. Eine Weltbürgerin. Und eine Sängerin, die die Welt
braucht.

Einlass 19 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Carlos Miyares & The Cuban Quartet
Das Konzert ist bestuhlt!

Das Tolle am Tenorsaxophonisten Carlos Miyares ist seine Fähigkeit, verschiedene Spielweisen geradezu schwärmerisch leicht während eines Gigs miteinander zu verbinden: Das kraftvolle Spiel, dem man die Coltrane-Tradition anhört, mit einem sanften, tänzerischen Ton, der über karibischen Rhythmen schwebt. Carlos Miyares, 1980 in Santiago de Cuba geboren, hat als Siebenjähriger mit dem Klavier begonnen – nach vier Jahren wechselte er zu dem Instrument, das ihm erlaubte, eine eigene musikalische Stimme zu entwickeln. Er hat mit etlichen kubanischen Musikern gespielt, aber eine wichtige Wegmarke in seiner Karriere stellte 2008 das Engagement in Chucho Valdés‘ Band Afro-Cuban Messengers dar, mit der er durch die halbe Welt tourte. Auch auf dem Album „Chucho’s Steps“, das den Grammy für das beste Latin-Jazz Album gewann, war er mit von der Partie. Sein erstes Quartett stellte Miyares 2009 zusammen, und seither machte er sich, neben vielen Auftritten als Sideman, vor allem als Leader eigener Bands einen Namen. Das ist kein Wunder: Sein Spiel ragt heraus, die Mittel, die diesem kommenden Star der kubanischen Szene zur Verfügung stehen, drängen nach unbegrenztem Ausdruck – was sich bereits auf seinem ersten Soloalbum „Chucho Valdés Presenta a Carlos Miyares“ (2010) bemerken ließ. Fast zehn Jahre später ist er übrigens längst aus dem Schatten seines Förderers herausgetreten.

Einlass 19 Uhr
Kevin Hays & Lionel Loueke
Das Konzert ist bestuhlt!

New York und die Republik Benin trennen gut 8000 Kilometer. Das Tolle: Kunst muss sich um Distanzen und Unterschiede nicht kümmern. Im Gegenteil: Sie kann sie nutzen und aus der Differenz kreative Kraft schöpfen. Das lässt sich studieren an zwei fulminanten Musikern. Kevin Hays wurde 1968 in New York geboren. Mit 23 hat er sein erstes Album aufgenommen, war dann bei Blue Note unter Vertrag, wo er unter anderem eine Trio-Platte mit Jack DeJohnette und Ron Carter veröffentlicht hat. Sonny Rollins holte den stilistisch variablen, melodisch höchst ideenreichen Hays in sein Ensemble. Auch mit John Scofield war er auf Tour, von Pat Metheny, Joshua Redman oder seinem Duo mit Brad Mehldau ganz zu schweigen. Lionel Loueke, 1973 in Benin geboren, hat früh angefangen, in seinem expressiven, perkussiven Gitarrenspiel Jazz und afrikanische Rhythmen zu verschmelzen, zuweilen ergänzt um seinen suggestiven Gesang. Herbie Hancock wurde auf sein Talent aufmerksam, seit vielen Jahren spielt Loueke in dessen Bands. Auf eigenen Platten hat er u.a. mit Wayne Shorter oder Esperanza Spalding zusammengearbeitet. Das Duo von Hays und Loueke – die Platte „Hope“ legt davon Zeugnis ab – scheint deren Prägungen ohne Reibungsverluste zu verbinden. Meditativ ist das, voller Hochachtung für Traditionen und die Besonderheit der jeweiligen Spielweisen, gespickt mit Anleihen bei lateinamerikanischer Musik. Wenn es ein Duo gibt, das sich unbedingt hat finden müssen, dann dieses.

Einlass 20:00 Uhr
Jan Bang & Eivind Aarset Extended Duo
Das Konzert ist bestuhlt!

Als es Mitte der 1990er Jahre in Norwegen unter der Ägide von Bugge Wesseltoft darum ging, sich mal ein paar „New Conceptions of Jazz“ zu überlegen, um aus dem Käfig des zum Klischee gewordenen „Sound of the North“ herauszukommen, kamen die Sensationen im Monatstakt. Jazzer verbündeten sich mit DJs und Produzenten, neue Clubs wurden geöffnet und machten durch undogmatische Programme von sich reden, unabhängige Plattenlabels stellten die Plattformen für diese Explosion an Kreativität. Der Gitarrist Eivind Aarset und der Live-Sampling-Artist und Produzent Jan Bang gehören zum Kern dieses Aufbruchs. Aarset, der musikalisch in einer Heavy Metal-Band begonnen hat, veröffentlichte mit „Électronique Noir“ (1998) eines der ersten Alben auf „Jazzland“; Jan Bang, der zuvor als Produzent an der Schnittstelle von Pop und Techno tätig war, war auf Wesseltofts zweitem „New Conception of Jazz“-Album „Sharing“ (1998) noch fürs „Drum Programming“ zuständig. Im neuen Jahrtausend wurden Aarset und Bang, verstärkt durch die Vielzahl von Begegnungen im Umfeld des berühmten „Punkt“-Festivals, fast schon eine Art Team, arbeiteten zusammen nicht nur an den jeweils eigenen Alben, sondern auch auf Alben von Ketil Björnstad, Dhafer Youssef, Jon Hassell, Arve Henriksen, Tigran Hamasyan oder – ganz aktuell – Dark Star Safari. Während der introvertierte Klangtüftler Aarset als Instrumentalist hinter filigran erarbeiteten, abstrakten Klangwolken verschwindet, sucht Bang bei seinem Live Sampling die Präsenz höchster Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart, um bei Gegenüber das Material zu erfassen, das er in die unverwechselbare „Punkt“-Ästhetik verwandeln kann.

Einlass 19 Uhr
Sanem Kalfa & George Dumitriu
Das Konzert ist bestuhlt!

Die Wege von Sanem Kalfa und George Dumitriu haben sich in den letzten Jahren immer wieder gekreuzt. Beide haben am Prins claus conservatory in Amsterdam studiert. Beide haben
mit Musikern wie Ambrose Akinmusire, Michel Godard, Michael Moore, Kaja Draksler und Peter Herbolzheimer gearbeitet. Und auf Sanem Kalfas Debüt „Nehir“ war Dumitriu Teil der Band. Im
Duo scheinen sie sich richtig entfalten zu können: Die aus der Türkei stammende Sanem Kalfa ist nicht nur eine herausragende Sängerin – sie gewann vor einigen Jahren den ersten
Preis bei der Shure Montreux Jazz Vocal competition –, sondern auch eine Komponistin, in deren Musik südamerikanische Stile und die Tradition ihrer Heimat, avantgardistischer und
klassischer Jazz einfließen. Die eigenen oder selbst arrangierten
Stücke trägt sie in verschiedenen Sprachen vor. Mit George Dumitriu hat sie einen kongenialen Partner gefunden. Ebenso versiert als Gitarrist, Improvisator, Komponist wie als Violinist und Bratschist, ist der Rumäne auf vielen Feldern des zeitgenössischen Jazz zu Hause – und tummelt sich auch in
angrenzenden Gefilden. Seine erste Platte als Leader nahm er 2014 auf, nicht ganz ohne Grund „Nostalgia“ betitelt. Gar nicht nostalgisch, sondern sehr gegenwärtig, experimentierfreudig,
fantasievoll klingt das nun gemeinsam mit Kalfa eingespielte Album „Dance“, ein meditatives, selbstbewusstes Werk, sparsam elektronisch verfeinert, facettenreich – und von großer
Suggestionskraft.

Einlass 19 Uhr
Matinee : "Music Was My First Love" mit Albrecht Puhlmann
Die Veranstaltung ist bestuhlt!

Wer seine Uni-Abschlussarbeit „Die Menschenrechte des Ohres“ nennt, ist prädestiniert dafür, bei der Reihe „Music Was My First Love“ von seiner Liebe zur Musik zu erzählen. Die Arbeit beschäftigte sich übrigens mit dem Komponisten Hans Werner Henze, einer wichtigen Figur für den studierten Musikwissenschaftler, Philosophen und Literaturwissenschaftler Albrecht Puhlmann. Was nach dem Studium folgte, hatte mit allen drei Disziplinen viel zu tun – mit der Musik, der Philosophie, der Literatur –, wenn man die Oper als Genre begreift, in dem sich verschiedene Künste und Ideen sinnlich begegnen. Puhlmann wurde Dramaturg an renommierten Häuser, unter anderem an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen. 1996 wurde Puhlmann Operndirektor in Basel, er war Intendant der Staatsoper Hannover und in Stuttgart, und seit drei Jahren ist er Opernintendant in Mannheim – ein Gewinn für die Stadt. Puhlmann hat mit wichtigen Regisseuren und Dirigenten zusammengearbeitet, mit Peter Konwitschny oder Christoph Marthaler, René Jacobs oder Manfred Honeck. Calixto Bieito brachte er nach Deutschland – mit ihm weitete sich seinerzeit in Hannover der ästhetische Horizont; für das bürgerliche Publikum waren die Inszenierungen des Katalanen allerdings äußerst skandalträchtig. Man sieht: Was es zu Albrecht Puhlmann zu sagen gäbe, passt nicht in wenige Zeilen. Bei der Matinee aber dürfte man ihm näher kommen – und den musikalischen Einflüssen, die seine Arbeit prägen.

Einlass 12 Uhr
Kinan Azmeh CityBand
Das Konzert ist bestuhlt!

Seine 2006 in New York gegründete City Band – eines von mehreren seiner Ensembles – bezeichnet Kinan Azmeh als Arab- Jazz-Quartet. Was schon einiges über diesen gefeierten Klarinettisten erzählt, aber nicht alles. Fangen wir ganz am Anfang an, im Damaskus der späten 70er und 80er Jahre, wo der 1976 geborene Azmeh aufgewachsen ist. Der Vater war Ingenieur, die Mutter Ärztin, aber beide spielten mit Leidenschaft Instrumente, und wenn Freunde zu Besuch waren, wurde zusammen musiziert. Beethoven und Brahms schallten im Elternhaus aus den Lautsprechern, und in der Stadt waren überall die Klänge verschiedenster arabischer Kulturen zu hören – Syrien, es ist lange her, war ja ein Melting Pot. Von der Violine wechselte Azmeh früh zur Klarinette, studierte am Arabischen Konservatorium in Damaskus; nebenbei schloss er noch ein Studium zum Elektroingenieur ab. Dann ging er nach New York an die Juilliard School, wo er auch den Jazz kennenlernte. Inzwischen weiß er, dass alles miteinander zusammenhängt und zusammengeht: das Dasein als klassischer Interpret – er spielt als Solist weltweit mit großen Orchestern – Komposition und Improvisation. Mit seiner City Band gelingt es ihm vielleicht am eindrucksvollsten, die verschiedenen Prägungen zu entfalten, den Drive des Jazz und die harmonische Tiefe klassischer Musik mit der Fabulierlust und den melodisch-mäandernden arabischen Traditionen zu verknüpfen. Bei allem, hat er einmal gesagt, komme es indes auf eines an: die eigene Stimme zu finden.

Beginn 19 Uhr
Rabih Abou-Khalil
Das Konzert ist bestuhlt!

Es braucht immer wieder Künstler, die das ästhetische Verständnis intuitiv oder bewusst, auf jeden Fall aber kompromisslos erweitern: Als der 1957 in Beirut geborene Oud-Spieler Rabih Abou-Khalil, der 1978 vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland geflohen war, arabische Musik mit Jazz verband, da war das für die meisten Hörer noch sehr ungewohnt. Zumindest ungehört in dieser fast schon altmeisterlichen, reifen, natürlichen Form, wie Abou-Khalil für sich die verschiedenen Quellen seiner Musik interpretierte und verschmolz. „Die Tradition von heute ist die Revolution von gestern“, sagte er einmal. Die Auffächerung des Jazzidioms, heute längst üblich, verdankt sich auch ihm. Die Linien, die er zwischen Ost und West zieht, sind vor allem eines: verbindend. Und im Verbindenden liegen Kraft und Sensibilität. Die arabische Laute ist für ihn dabei ein Instrument, das sämtliche Gefühlsregungen abbilden kann, feingliedrig und rhythmisch ist, ein riesiges Vokabular hat – das ist auch nötig, wenn man bedenkt, welche Räume seine vielschichtige Musik durchmisst: Er arbeitete mit dem Kronos Quartet, dem Ensemble Modern oder dem ARTE Quartett, mit Kenny Wheeler, Joachim Kühn, Steve Swallow, Charlie Mariano, Glen Velez oder Michel Godard. Die unwahrscheinlichste Kollaboration ist ihm eine Selbstverständlichkeit. So etwas wie reine Kultur gebe es nicht, sagte er einmal, die Leute seien immer von hier nach da gezogen. Die Rede von reiner Kultur – das sei faschistisch. Recht hat er.

Einlass 19.00 Uhr
Matinee: Jazz in Deutschland mit Wolfram Knauer
Die Veranstaltung ist bestuhlt!

Wie wurde der deutsche Jazz, was er ist? Was ist er überhaupt? Und was ist daran eigentlich »deutsch«? Warum war der Jazz hierzulange über Jahrzehnte ein Männersport? Was ist mit Jutta Hipp? Können »deutsche« Rhythmusgruppen wirklich nicht swingen? Oder wer hat das wann und warum in die Welt gesetzt? Fragen über Fragen. Man mag es glauben oder auch nicht, aber bislang gab es keine umfassende Darstellung der Geschichte des Jazz in Deutschland von den Anfängen bis in die Gegenwart, die über ein einfaches WerWannWas hinausging. Eine Darstellung, die versucht, die improvisierte Musik zu kontextualisieren, sie in die gesellschaftlichen, politischen und ästhetischen Diskurse der Zeit einzupassen und dabei auch noch berücksichtigt, dass das Denken und die Rede über Jazz auch noch ein eigenständiger, sich ständig in Bewegung befindlicher Diskurs ist. Wolfram Knauer, seit der Gründung Direktor des Jazzinstituts Darmstadt und international ein Jazz-Forscher von Rang mit Veröffentlichungen u.a. , zu Louis Armstrong, Charlie Parker und Duke Ellington hat sich daran gemacht, diese schmerzhafte Lücke der Gesamtdarstellung zu schließen. Seine Darstellung „Play yourself, man! Eine Geschichte des Jazz in Deutschland (Reclam Verlag) führt die deutschsprachige Jazzpublizistik aus der selbst gewählten Sackgasse der vorzüglich wohlmeinenden Veröffentlichungsbegleitung und wagt den abwägenden Blick aufs Panorama.

Einlass 11 Uhr
Lucia Cadotsch - Speak Low
Das Konzert ist bestuhlt!

Hier gilt’s! Der ratschlagende Satz „Wenn sonst nichts klappt, einfach Wiederholung wiederholen!“ meint im Jazz ja zumeist: Standards spielen. Die Sängerin Lucia Cadotsch (Schneeweiß + Rosenrot; Yellowbird) und ihre beiden musikalischen Mitstreiter Petter Eldh und Otis Sandsjö haben diese Formel einfach mal vom Kopf auf die Füße gestellt. Sie haben erst ihre musikalischen Mittel geschärft, um dann den Staub eines Jahrhunderts von den ganz großen Songs wie „Speak Low“, „Gloomy Sunday“, „Willow Weep For Me“ oder „Moon River“ zu pusten. Konzentration und Konzept verschaffen einen Zugang zur Essenz des Materials. Nur Stimme, Bass und Saxophon, keine Harmonieinstrumente, kein Schnickschnack. Rick Rubin wäre begeistert. Wo soviel „Bedachtsamkeit“ im Spiel ist, da kann man sich auch auf das verminte Terrain von „Strange Fruit“ begeben, ohne eine Debatte über kulturelle Aneignung fürchten zu müssen. Was hier zu hören ist, bringt der Sänger Francesco Wilking (Tele; Die höchste Eisenbahn) in seinen Linernotes zum „Speak Low“-Album auf den Punkt: „Wenn es also darum geht, Musik aus einer anderen Zeit in die unsere zu retten oder das, was uns ausgemacht hat, denen, die kommen werden, zu erzählen, ist Lucia Cadotsch (…) die denkbar beste Botschafterin.“ Petter Eldh sagt dazu: „This is acoustic retrofuturism.“ Wir ziehen den Hut!

Einlass 19 Uhr
Marie Kruttli Trio
Das Konzert ist bestuhlt!

Der Jazzpreis der Zürcher Kantonalbank, der seit 2003 an junge Schweizer Bands vergeben wird, mag hierzulande nicht allzu bekannt sein. Die Jury ist allerdings meist prominent besetzt. 2016 gehörte ihr David Murray an, und der sagte in seiner Laudatio auf das Gewinner-Ensemble um die 1991 geborene Pianistin Marie Kruttli: „This young lady is phenomenal.“ Man muss nicht übersetzen, dass das schwer begeistert klingt. Nach diesem Lob aus berufenem Munde könnte man für einen Augenblick zu schweben anfangen. Marie Kruttli aber dürfte die Sache mit der Musik zu ernst meinen, um abzuheben. 2010 – noch während ihres Musikstudiums in Lausanne – gründete sie ihr erstes Trio. 2015 erschien das Debüt „Kartapousse“, das zweite Trio-Album „Running after the Sun“ kam 2017 heraus. Bassist Lukas Traxel spielt schon lange an ihrer Seite, Schlagzeuger Jonathan Barber, den sie bei ihren Aufenthalten in New York kennengelernt hat, ist neu hinzugestoßen. Feinziselierte Kompositionen, harmonisch überraschende, zuweilen massiv groovende Stücke, deren vielschichtige rhythmische Ebenen auf versponnene Akkordfolgen treffen – Kruttli beherrscht das Perkussive und Repetitive ebenso wie das präzis Gedrechselte. Kritiker fühlen sich an Herbie Hancock erinnert, andere hören Colin Vallon aus ihrem Spiel heraus, wieder andere spüren eine Verwandtschaft zu Marilyn Crispell. Einig ist man sich aber darin, dass aus ihr eine wichtige Exponentin der europäischen Szene werden könnte.

Einlass 19 Uhr
Violet Quartet - Konzert im Dunkeln
Das Konzert ist bestuhlt!

Zum siebten Mal findet in der Schloss-Schule Ilvesheim im Rahmen von Enjoy Jazz ein Konzert im Dunkeln statt. Die Schloss- Schule ist ein besonderer Ort: Das Staatliche Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat ist die einzige öffentliche Schule dieser Art in Baden-Württemberg. Kinder und Jugendliche mit einer Sehbehinderung, hochgradiger Sehbehinderung oder Blindheit werden durch individuelle Bildungsangebote gefördert. Beim Konzert im Dunkeln kann jeder diesen Ort kennenlernen. Das Einzigartige dieser Veranstaltung: Nicht nur das Publikum ist von Anfang an in Dunkelheit gehüllt, auch die Künstler bringen ihre Kunst im lichtlosen Raum dar. Die Gäste werden von Schülern der Schloss-Schule Ilvesheim in die Dunkelheit des Auftrittsraumes und dort zu ihrem Platz geführt. Keine Ablenkung, keine visuellen Signale, reines Lauschen vor und während des Konzerts: Diesmal ist das Violet Quartet zu Gast, vier Violinistinnen und Violinisten, deren Instrumente elektronisch verstärkt und damit auf irritierende Weise verfremdet sind. Die vier Virtuosen spielen aber nicht nur mit den sich aus der Erweiterung ihrer Geigen und verschiedenen Spieltechniken ergebenden Möglichkeiten, sondern auch mit den Räumen, in denen sie auftreten: Klang, Hall, ja, die Schwingung des Ortes werden mitaufgenommen. Das Violet Quartet verspricht gerade in der konzentrierten Dunkelheit neue Hörerfahrungen zwischen moderner Klassik, Jazz und Trance.

Einlass 19:30 Uhr
NES
Das Konzert ist bestuhlt!

Die französische Cellistin Nesline Belmokh hat mindestens zwei künstlerische Heimaten: Zum einen ist da das Palau de les Arts Orchester in Valencia, also die klassische Musik – der große Dirigent Lorin Maazel hatte sie seinerzeit nach Valencia geholt, nachdem sie unter anderem Teil von Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra gewesen war. Zum anderen aber ist da ihr ein- und ausdrucksvoller Gesang, ihre Liebe zum Jazz und Soul, zum französischen Chanson und zu arabischer Musik – ihre Eltern stammen aus Algerien, und als Kind hat Belmokh Mandoline in einem arabisch-andalusischen Orchester gespielt. So traf es sich gut, dass Nesline Belmokh vor vier Jahren in Valencia zwei Musiker kennenlernte, die all diese musikalischen Vorlieben teilen und zugleich noch ihre eigenen mitbringen. NES war geboren. Die Rollen in diesem Trio: Belmokh schreibt auf Französisch und Englisch, ihre Mutter trägt arabische Texte bei – die Musik entwickelt sie zusammen mit dem ebenfalls aus der Klassik kommenden Matthieu Saglio, der eine unerhörte Klangvielfalt auf seinem Cello erzeugt. Erstaunlicherweise gelingt es ihm, mit seinem Instrument ein raffiniert vielschichtiges harmonisches Fundament zu legen. David Gadeo, der Spanier in der Band, verfügt über eine ausgreifende rhythmische Sprache, die vom Flamenco bis zum Jazz reicht. Und dann ist da Nesrine Belmokhs Stimme! Man muss sie unbedingt selbst hören, um zu erfassen, was mit den Worten betörend, poetisch und expressiv nur ganz unzureichend beschrieben ist.

Einlass 19:00 Uhr
King Midas Sound
Das Konzert ist bestuhlt!

Sieht man einmal vom Remixalbum „Without You“ und der Kollaboration mit Fennesz auf „Edition 1“ ab, dann ist „Solitude“ das erste Lebenszeichen von King Midas Sound seit dem Debütalbum „Waiting for You“ von 2009. Das wiederum war seinerzeit eine echte Überraschung, denn Produzent Kevin Richard Martin aka The Bug aka Techno Animal aka God war eigentlich bekannt dafür, jedem Genre, dem er sich widmete, – Dubstep, HipHop und Grime – deutliche Schübe an „Heavyness“ und Intensität zu verpassen. 2009 wählte das Fachmagazin „The Wire“ das Album „London Zoo“ von The Bug zum „Album des Jahres“. Im Interview sprach Kevin Martin davon, dass King Midas Sound vom ersten Tag an als Vehikel gedacht war, Intimes zu verhandeln, jenseits der Club-Kultur: „Wie ein Gemälde von Francis Bacon.“ Ungleich forcierter als „Waiting for you“ widmet sich „Solitude“ der sonischen Erkundung von Melancholie, Verlust und Verzweiflung. Die schonungslosen Spoken Word-Einlassungen des Autors Roger Robinson unterfüttert Kevin Martin mit beatlosen Soundscapes: ein gut sechzigminütiger, mutig-intensiver Blick in menschliche Abgründe. King Midas Sound gehen davon aus, dass die Erfahrung der Einsamkeit universaler ist als die Erfahrungen von Gender, Rasse und Klasse. Fun Fact: „Solitude“ wurde international am Valentinstag veröffentlicht!

Einlass 21:00 Uhr
Trauernde Träume - Ein Nachmittag für Billie Holiday und Doris Day
Die Veranstaltung ist bestuhlt!

Vor wenigen Monaten ist Doris Day gestorben, vor 60 Jahren Billie Holiday. Letztere war ein bedrohlicher Gegenentwurf zu allem, was als clean galt. Schon als Teenager arbeitete sie in einem Bordell. Mehrfach wurde sie wegen Drogenbesitzes festgenommen. Noch an ihrem Sterbebett warteten Polizisten, um sie ins Gefängnis zu überführen, sollte sich ihr Zustand bessern. So schonungslos wie keine andere Sängerin schöpfte sie in ihrer Musik aus den eigenen Erfahrungen. Mit ihrer zunehmend vom Leben zerfurchten Stimme hat sie den bis heute gültigen Maßstab für Authentizität und Glaubwürdigkeit im Jazzgesang gesetzt. Doris Day dagegen war der Inbegriff des cleanen Amerika. Als Sängerin stand sie für gediegenen weißen Mittelschichts-Jazz, als Filmstar für eine Hollywood- Romantik von koketter Sittsamkeit. Nahezu unbekannt ist, dass sie durch ihre unerschütterliche Zivilcourage mehrfach in den Brennpunkt der Zeitgeschichte geriet. Doris Day und Billie Holiday waren zwei Gegenentwürfe, die sich ihrerseits gegen mächtige Gegenentwürfe behaupten mussten – Marilyn Monroe bzw. Ella Fitzgerald – und die lange vor Erfindung des Hashtags mit Unterdrückung, Übergriffigkeit und Ungleichheit konfrontiert waren. Drei herausragende Schauspielerinnen, unterstützt von „einem der besten Jazz-Pianisten Europas“, machen diesen multimedialen Nachmittag zu einer spannenden Hommage voller hochaktueller Bezüge.

Einlass 15 Uhr
Matinee: Portfolio Americano Blues Lesung und Konzert
Die Veranstaltung ist bestuhlt!

Ein Vormittag, welcher die amerikanische Geschichte mit ihren gesellschaftlichen Entwicklungen sowie Zerwürfnissen, auch hier in Mannheim, literarisch und musikalisch offenlegt. „Hard times here, everywhere you go. Hard times will drive you from door to door ...“ Das sang schon Skip James zu Zeiten der großen Depression in Amerika. Dies wird nicht die einzige Krise sein welche an diesem Abend beleuchtet werden wird. Auch Themen wie Sklaverei, Glaube, Krieg und die Bürgerrechtsbewegung finden Ihren Raum. Der Blues wird als musikalisches Phänomen das Medium zur Erkundung dieser historischen Kapitel zum Ausdruck des Leidens der schwarzen Bevölkerung? Oder doch ein Produkt der weißen Musikindustrie? Musikalisch umgesetzt von Jörg Teichert (g), Simon Seeleuther (g) sowie Florian Huth (elec) werden Bluesklassiker traditionell oder auch bizarr verschroben – je nach Kontext – zu hören sein. Von archaischen Klängen getragen, beleuchten ausgewählte Literaturpassagen, Anekdoten und niedergeschriebene Zeitzeugenberichte das Portfolio Americano, vorgetragen vom Schauspieler Oliver Jaksch. Visuell begleitet von Filmemacherin Christina Stihler, die in ihrer Video Collage historische Aufnahmen der Mannheimer Blues Vergangenheit lebendig werden lässt – in den eindrucksvollen und geschichtslastigen Räumen des MARCHIVUM.

Einlass 10 Uhr
Marcin Wasilewski Trio
Das Konzert ist teilbestuhlt!

Polens Jazztradition reicht zurück bis in die 20er Jahre. Und sie führt bis in die Gegenwart. Immer wieder kommen aus dem Nachbarland beachtliche Talente, die zwar dem amerikanischen Jazz verpflichtet sind, dabei aber eigene, osteuropäische Einflüsse erahnen lassen. Fast schon zu den Altmeistern gehören der Pianist Macin Wasilewski, der Bassist Sławomir Kurkiewicz und der Schlagzeuger Michał Miśkiewicz. Seit Schulzeiten kennen sie sich, in dieser Formation spielen sie seit 1993 zusammen, und welche Dynamik und Intensität sie durch die lange gemeinsame Arbeit bei ihren Auftritten entwickeln, haben sie letztes Jahr auf ihrem ersten Live-Album dokumentiert. Tomasz Stańko gehörte zu den Bewunderern und Förderern des Trios. Oftmals haben sie den Trompeter begleitet; durch die Fürsprache Stańkos nahm Manfred Eicher die drei bei ECM unter Vertrag. Bei Enjoy Jazz sind sie Stammgäste. Der Kritiker Dietrich Wappler schwärmte nach ihrem Konzert 2018 in Ludwigshafen vom einzigartigen Klangkosmos der Band: „Um ein Gemeinsames geht es hier, einen Raum aus Melodien und Rhythmen, dessen fragile Statik nur Bestand hat, wenn keiner allzu sehr vorprescht, das Virtuose Teil der Musik ist und nicht Demonstration technischer Meisterschaft.“ Die ausufernde Fantasie des Einzelnen zugunsten des Ganzen in Balance zu halten – das gelingt dem Trio auf faszinierende Weise

Einlass 20:15
Maciej Obara Quartet
Das Konzert ist bestuhlt!

Krzysztof Komeda + Tomasz Stanko + Manfred Eicher – auf diese Formel könnte man den Eingangscode für polnische Jazzer auf’s internationale Parkett herunterbrechen. Im Falle des hochtalentierten Altsaxophonisten Maciej Obara, Jahrgang 1981, hat sich diese Formel, die sich bereits im Falle von Marcin Wasilewski bestens bewährt hat, einmal mehr bestätigt. Mit einem Trio gewann Obara 2006 einen Nachwuchswettbewerb. Der „ECM“-Produzent Manfred Eicher wurde auf den Musiker aufmerksam und empfahl ihn an den Trompeter Tomasz Stanko weiter, wo Obara in dessen Formationen Special Project und New Balladyna Quartet mitwirkte. Gleichzeitig war Obara als Leader in diversen Projekten tätig, darunter seit 2013 mit diesem polnisch-norwegischen Quartett, das nach einigen Livealben wie „Komeda“ (2013) Ende 2017 mit „Unloved“ ein erstes Studioalbum bei „ECM“ veröffentlichte und von der internationalen Kritik bejubelt wurde. Mit seinem lyrisch-balladesken Duktus, dominiert von Klavier und Saxophon, und der transparenten Produktion, klingt „Unloved“ fast wie ein archetypisches „ECM“-Album. Das Titelstück ist überdies die Interpretation einer Komeda-Komposition. Aber man lasse sich nicht täuschen: im hinteren Teil des Albums finden sich ein, zwei Stücke, die zeigen, dass dieses Quartett auch improvisatorisch über enorme Qualitäten verfügt und richtig Druck zu machen versteht.

Einlass 20 Uhr
Brandt Brauer Frick
Das Konzert ist unbestuhlt!

Als sich die Herren Brandt, Brauer und Frick im Jahr 2008 fanden, war das Konzept des Trios ziemlich ungewöhnlich: Elektronische Musik wurde hier mit den Mitteln und aus dem Geist eines klassischen Instrumentariums entwickelt, und klassisch darf dabei ganz wörtlich genommen werden: Man sampelte Cello, Violine oder Tuba und setzte die Klänge neu zusammen. Alles, was einem schon definierten Genre zu nahe hätte kommen können, wollten die drei vermeiden, um am Ende eine Mischung aus Techno, Neuer Musik und Jazz zu schaffen. Der allererste Auftritt fand im Berliner Berghain statt; die erste Platte „You Make Me Real“ erschien 2010 und machte das Trio über die Grenzen der elektronischen Musikwelt hinaus bekannt. In der Folge arbeiteten sie bei ihren Live-Auftritten mit einem Ensemble klassisch ausgebildeter Musiker zusammen, aber ohne dabei in die Falle vieler Crossover-Projekte zu tappen – von wegen „Techno meets Classic“. Die Logik ihrer Musik basierte immer auf einer Soundidee, die Klischees umgehen und in deren Zentrum der Groove stehen sollte. Auch bei „Joy“ von 2016, einer außergewöhnlichen Kollaboration mit dem kanadischen Songwriter und Sänger Beaver Sheppard, war das so. 2019 meldet sich das Trio nun mit neuen Aufnahmen zurück – die Vorabveröffentlichung „Rest“ klingt geradezu nach Old- School-Elektro, gebastelt aus akustischen Instrumenten, mit einem drängenden Beat und einer verführerischen Melodielinie. Back to the roots.

Einlass 20:00 Uhr
Ashley Henry
Das Konzert ist unbestuhlt!

Was ist da nur gerade los in London? In England und speziell der Hauptstadt brodelt es in Sachen Jazz jedenfalls seit einer Weile. Vielleicht hat das mit gesellschaftlichen Spannungen im Königreich zu tun, die musikalisch befruchtend wirken. Enjoy Jazz hat seit ein paar Jahren ein Augenmerk auf die neue UK-Jazz-Community; bei dieser Ausgabe darf man fast von einer British Invasion sprechen. Einer der neuen Stars ist Ashley Henry. Das klassische Piano-Trio steht beim Mittzwanziger im Fokus, wird aber immer wieder auch erweitert – etwa um die Trompeter Keyon Harrold und Theo Croker, um die Sängerinnen Judi Jackson und Cherise Adams Burnett oder um Altmeister Jean Toussaint. Man merkt, dass der junge Pianist von Legenden wie Herbie Hancock und Ahmad Jamal beeinflusst ist, gerade auch was die Fähigkeit angeht, catchy Melodien zu entwerfen; aber ebenso sehr von Zeitgenossen wie Robert Glasper oder Christian Scott, die sich nicht nur aus dem Jazzrepertoire bedienen, sondern auch von HipHop und elektronischer Clubmusik geprägt sind. „Meine Musik ist ein direktes Spiegelbild dessen, was ich bin – London in all seiner gemischten Pracht“, hat er einmal gesagt. Das Heterogene, die Besinnung auf Sounds und Narrative verschiedener Herkunftsländer spielt in der Szene eine wichtige Rolle. Alles schön bunt hier. Und zugleich ziemlich essentiell. Henrys jüngste Platte „Beautiful Vinyl Hunter“ belegt das.

Einlass 20 Uhr
Liturgical Jazz Concert Mass by Tord Gustavsen
Das Konzert ist bestuhlt!

Der norwegische Pianist Tord Gustavsen sprach einmal davon, dass Konzerte für ihn Meditationen seien. Man könnte seine Musik auch als spirituelle Erfahrungserweiterung begreifen. Gustavsens musikalische Erkundungen vollziehen in einem offenen, aber doch sehr bewussten Sinne liturgische Rituale nach. Ob er nun mit seinem Trio oder Quartett spielt, sich mit Bach beschäftigt oder mit eigenen Kompositionen – ein sakraler Unterstrom ist in seiner Musik stets spürbar. „Kirchenlieder und Choräle waren immer ein wichtiger Teil meines musikalischen Ichs“, sagte er einmal, „als Hörer, als undogmatischer, liberaler Kirchgänger und als Künstler.“ Beim Oslo Jazz Festival 2016 stellte Gustavsen, der in den 90ern durch seine Arbeit mit Silje Neergard bekannt wurde, erstmals seine Messe vor. Zeitgenössische Chormusik, traditionelle skandinavische Kirchenlieder und Gregorianik fließen hier eindrücklich mit seinem Jazzidiom zusammen. Das Kyrie der Messe wurde im Juli 2016 im Gedenkgottesdienst für die Opfer des Attentats von Anders Breivik uraufgeführt. In der Heiliggeistkirche erhält Tord Gustavsen nun Unterstützung vom Badischen Kammerchor der Heidelberger Hochschule für Kirchenmusik sowie vom Saxofonisten Uwe Steinmetz, der unter dem Einfluss von George Russell und einer Reise nach Indien die spirituellen Ebenen der Musik zu erkunden begann – und seither interessante Verbindungslinien zwischen Jazz und Kirchenmusik zieht.

Einlass: 19:00 Uhr