HIGH VOLTAGE – Krimiabend

Dienstag, 16.04.2019 um 19:30 Uhr



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ab 12,00 €




HIGH VOLTAGE – Krimis mit sechs Fäusten
Der große Krimiabend mit Sophie Bonnet, Frank Goldammer und Miriam Semrau

Was lesen Krimiexperten am liebsten? Welche Krimis sind die besten dieses Frühjahrs? Woher nehmen Autoren ihre Ideen? Moderatorin Miriam Semrau hat zwei Bestsellerautoren zu Gast und gemeinsam bescheren die drei dem Publikum einen kriminell unterhaltsamen Abend.

Heike Koschyk alias Sophie Bonnet wird exklusive Einblicke geben in ihren nächsten Krimi »Provenzalischer Rosenkrieg«, der im Mai 2019 erscheint. Sie erzählt, wie sich französische Lebensart mit der Aufklärung perfider Verbrechen verbinden lässt, und verrät, welche Krimis ihr selbst schlaflose Nächte bereitet haben. Frank Goldammer wird seinen Kommissar Max Heller vorstellen und was er sonst noch schreibt, wenn er nicht gerade in einem historischen Krimi steckt. Und Miriam Semrau plaudert aus dem Nähkästchen, was bei ihrer Radiosendung »Krimi mit Mimi« im Hessischen Rundfunk so alles schieflaufen kann.

Selbstverständlich stellen sich alle drei den Fragen des Publikums und lassen Sie erst nach Hause gehen, wenn Sie einen prall gefüllten Zettel mit Lesetipps haben.

Ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg

Einlass: 18:30 Uhr

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Dichter in Hamburg (2)
Dichter in Hamburg (2) – Ein Hans-Erich-Nossack-Abend
»Spätestens im November ...« – mit Felix von Manteuffel und Rainer Moritz

»Dichter in Hamburg« – so heißt eine neue Reihe des Literaturhauses, die, unterstützt durch die Elsbeth Weichmann Gesellschaft, in loser Folge an Hamburger Autorinnen und Autoren erinnert.

Hans Erich Nossack – 1901 in Hamburg geboren, 1977 ebenda gestorben – zählt bis heute zu den eigenwilligsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur. Der Spross einer Kaufmannsfamilie trat in die KPD ein, schlüpfte während des Nationalsozialismus in der väterlichen Firma unter und begann zu schreiben?–?zuerst Theaterstücke, bis er nach dem Krieg vor allem als Prosaist mit dem Erzählband »Nekyia« und dem Bericht »Der Untergang«, der die Bombenangriffe auf Hamburg beschreibt, hervortrat.

Nossack, dessen Werk unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wurde, galt als Solitär und gehörte, wie Arno Schmidt, der Gruppe 47 nicht an. Zu seinen oftmals als existenzialistisch gedeuteten Werken gehören der Liebesroman »Spätestens im November«, »Spirale« und »Die gestohlene Melodie«. Nach seinem Tod erschienen, viel beachtet, Editionen seiner Tagebücher und seiner Korrespondenz bei Suhrkamp.

Rainer Moritz stellt Nossacks Werk in seinen Grundzügen vor, Felix von Manteuffel liest ausgewählte Passagen.

Mit freundlicher Unterstützung der Elsbeth Weichmann Gesellschaft

Einlass: 18:30 Uhr
Antje Rávik Strubel
Preis der Literaturhäuser
Antje Rávik Strubel wird ausgezeichnet

Das Netzwerk der Literaturhäuser ehrt die Autorin und Übersetzerin Antje Rávik Strubel: »Die Art und Weise, wie sie über Literatur spricht, mit analytischer Intensität und von changierenden Blickpunkten aus, macht jede Veranstaltung mit ihr zu einem unwiederholbar eigenen Ereignis. Auf uns, das Publikum, springen die Funken ihrer Gedankenwelt über, ob sie nun über eigene Bücher spricht oder sich als Leserin oder als Übersetzerin (von Joan Didion, Favel Parrett, Lucia Berlin) in den Dienst anderer stellt. Nach einer Reihe eigenwilliger Roman- und Prosawerke begann Strubel mit ›Kältere Schichten der Luft‹ eine Romantrilogie, die mit ›Sturz der Tage in die Nacht‹ fortgeführt und mit ›In den Wäldern des menschlichen Herzens‹ vollendet wurde. Die drei Werke lösen Selbstentwürfe und Lebenslinien aus ihren festen Fügungen, zeichnen Realität jenseits von Gewissheit und offenbaren eine kühne Engführung von Natur und Körperlichkeit.«

Der Preis der Literaturhäuser zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht haben. Frühere Preisträger sind Nicolas Mahler (2015), Ulf Stolterfoht (2016), Terézia Mora (2017) und Jaroslav Rudiš (2018). Der mit 15.000 Euro dotierte Preis ist mit einer Lesereise durch die Literaturhäuser verbunden. In Hamburg liest Antje Rávik Strubel aus ihrem Roman »Sturz der Tage in die Nacht« (S. Fischer).

Moderation: Natascha Freundel

Ein Projekt des Netzwerks der Literaturhäuser, Kulturpartner ARTE

Einlass: 18:30 Uhr
Iris Wolff und Jaroslav Rudiš
Gebundenes Leben: Unser Europa – Was ist das? (2)
Das Eigene und das Fremde – Iris Wolff und Jaroslav Rudiš

In der Reihe »Gebundenes Leben« geben Autorinnen und Autoren Denkanstöße zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas.

Schicksale, geprägt von den Kriegen und Grenzverschiebungen des vergangenen Jahrhunderts – ihnen widmen sich Iris Wolff und Jaroslav Rudiš. In ihren Texten nehmen sie ihre Leserinnen und Leser mit in längst verschwunden geglaubte Lebenswelten Mitteleuropas und zeigen, wie die besonderen kulturellen Prägungen und vielschichtigen Identitäten dieser Region bis in die Gegenwart wirken. Ihre Romane und Essays beschäftigen sich mit Menschen und Lebenswegen in Siebenbürgen und dem Banat im heutigen Rumänien ebenso wie in den Grenzländern zwischen Belarus, Ukraine, Polen und Baltikum. Orte und Biografien, in denen die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts unzählige sichtbare und unsichtbare Spuren hinterlassen hat, werden so greifbar. Welchen Beitrag kann Literatur leisten, Mitteleuropa mit seinen kulturellen und historischen Prägungen lebendig zu halten? Welche Rolle spielt sie, wenn es darum geht, Heimat zu finden?

Iris Wolff, 1977 in Siebenbürgen geboren, hat zuletzt den Roman »So tun, als ob es regnet« veröffentlicht. Jaroslav Rudiš, 1972 in Turnov geboren, ist als Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker tätig. »Winterbergs letzte Reise« ist sein erster Roman, den er auf Deutsch geschrieben hat. 

Moderation: Iris Radisch

Martin Pollack, der ursprünglich für diese Veranstaltung angekündigt war, musste aus gesundheitlichen Gründen leider absagen.

Eine gemeinsame Reihe von Körber-Stiftung und Literaturhaus Hamburg

Einlass: 18:30 Uhr
Literatursoiree
Literatursoiree
Lothar Müller stellt sein neues Buch »Freuds Dinge« vor – im Gespräch mit Jürgen Kaube

Kein Telegrafenamt ohne Atlas mit der Weltkugel, kein Transportunternehmen ohne Merkur, kein Kaminsims ohne Venus von Medici?–?keine Psychoanalyse ohne Requisiten des täglichen Gebrauchs. »Freuds Dinge?–?Der Diwan, die Apollokerzen und die Seele im technischen Zeitalter« nimmt neben Sigmund Freuds Psychoanalyse, die Ende des 19. Jahrhunderts aufkam, auch die Gegenstände dieser Zeit in den Blick. Diese bevölkern das Unbewusste von Freuds Patienten und kommen auf seiner Couch zur Sprache.

In seinem neuen Sachbuch zeigt Lothar Müller anhand von Freuds Schriften, wie eng Psychoanalyse und Alltagsgegenstände verknüpft sind. Mit dieser ganz anderen, ungewohnten Perspektive auf Freuds Psychoanalyse entsteht auch ein Kompendium der Alltagsdinge, in dem die Gegenstände nicht nur Symbole sind, sondern die bürgerliche Dingwelt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts für uns heute plastisch werden lassen.

Lothar Müller, Feuilletonredakteur der »Süddeutschen Zeitung«, ist normalerweise Gastgeber der »Literatursoiree«. Diese Reihe lädt Philologen, Literaturkritiker oder Schriftsteller ein, die Grundfragen der Literatur in ein neues Licht zu rücken und Zusammenhänge herzustellen, denen das Feuilleton immer weniger Platz einräumt. In diesem Sinne spricht Müller dieses Mal mit »FAZ«-Herausgeber Jürgen Kaube über sein eigenes Buch. »Freuds Dinge« (Die Andere Bibliothek) war 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Mit freundlicher Unterstützung der Alfred Töpfer Stiftung F. V. S.

Einlass: 18:30 Uhr
Alina Bronsky
Alina Bronsky
liest aus ihrem neuen Roman »Der Zopf meiner Großmutter«

Wie in ihren bisherigen Werken stellt Alina Bronsky in ihrem neuen Roman »Der Zopf meiner Großmutter« (Kiepenheuer & Witsch) ihrer Leserschaft eine besondere Frauenfigur vor: Unter Vortäuschung einer jüdischen Verwandtschaft bringt die titelgebende Großmutter ihre Familie als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland, um vordergründig die vermeintlichen Krankheiten ihres Enkels behandeln zu lassen, jedoch nebenbei auch »Zutritt zu den Privilegien des goldenen Westens« zu erlangen. Die sich bald einstellende Enttäuschung bringt sie allerdings dazu, sich kontinuierlich über alles und jeden zu echauffieren, was vor allem ihr fünfjähriger Enkel Max ertragen muss. Doch als sich der Großvater in eine andere Frau verliebt, entgleitet der eigenwilligen Protagonistin die Kontrolle. In rasantem Stil schlägt die Autorin mit dieser ungewöhnlichen Familiengeschichte Brücken zwischen Generationen und Kulturen.

Alina Bronsky, 1978 in Jekaterinburg geboren, lebt seit Anfang der 90er-Jahre in Deutschland. Ihr literarisches Debüt »Scherbenpark« erschien 2008 und etablierte sich schnell als Schullektüre. Bronsky nahm am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis teil und ließ weitere Romane, mehrere Jugendbücher und ein Sachbuch zur Mutterrolle folgen. Ihr letztes belletristisches Werk »Baba Dunjas letzte Liebe« war 2015 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Moderation: Julia Schröder

Kulturpartner NDR Kultur, Medienpartner NDR Info

Einlass: 18:30 Uhr
Philosophisches Café
Philosophisches Café
Die großen Fragen des 21. Jahrhunderts
Zu Gast: Markus Gabriel

Zwanzig Jahre lang moderierte Reinhard Kahl das im Januar 1999 begründete Philosophische Café, das zu einer wahren Institution wurde. Diese Tradition gilt es, mit den neuen Moderatoren Barbara Bleisch und Wolfram Eilenberger fortzusetzen und zu beleben.

Gast ihres ersten, dieses Mal gemeinsamen Abends ist der Bonner Philosoph Markus Gabriel. Wie lauten die entscheidenden Fragen unserer Zeit? Und welche Antworten vermag die Philosophie auf sie anzubieten? Im Gespräch mit Markus Gabriel vermessen Barbara Bleisch und Wolfram Eilenberger den Raum des zeitgenössischen Denkens.

Wie steht es um die Fortschritte in der künstlichen Intelligenz? Welche Werte tragen unser globales Zusammenleben? Was unterscheidet Fakten von Fiktionen? Was die Welt von der Umwelt? Zu all diesen Fragen hat Markus Gabriel, als einer der vielseitigsten und sichtbarsten Denker unserer Gegenwart, eigenständige und höchst innovative philosophische Werke vorgelegt. Als Autor von internationalen Bestsellern wie »Warum es die Welt nicht gibt« sowie jüngst »Der Sinn des Denkens« (beide Ullstein) ist er wie kein Zweiter geeignet, zum Auftakt eines neuen Gesprächszyklus aufzuzeigen, wie es heute noch gelingen kann, die eigene »Zeit in Gedanken zu fassen«. Große Fragen also, die nach großen Antworten verlangen.

Moderation: Barbara Bleisch und Wolfram Eilenberger

Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum

Einlass: 18:30 Uhr
Alexander-von-Humboldt-Abend
Ein Alexander-von-Humboldt-Abend
Andrea Wulf stellt ihr Buch »Die Abenteuer des Alexander von Humboldt« vor

2019 ist Alexander-von-Humboldt-Jahr, denn am 14. September jährt sich sein Geburtstag zum 250. Mal. Dass der Naturforscher und Universalgelehrte Humboldt hierzulande wieder stärker ins Bewusstsein gerückt ist und seine Bedeutung für unser heutiges Verständnis von Natur wieder erkannt wurde, dafür hat vor allem die Kulturhistorikerin und Journalistin Andrea Wulf gesorgt. Ihre 2016 auf Deutsch erschienene Biografie »Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur« wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bayerischen Buchpreis – und hat sowohl Humboldts historische Leistungen als auch seine Aktualität prägnant herausgestellt.

Ihr neues, wieder bei C. Bertelsmann erschienenes Werk »Die Abenteuer des Alexander von Humboldt« (Übersetzung: Gabriele Werbeck) ist eine außergewöhnliche, prachtvoll gestaltete Gemeinschaftsarbeit. Zusammen mit der Illustratorin Lillian Melcher legt Andrea Wulf eine spannend zu lesende, vor Einfällen sprühende Graphic Non-Fiction vor, die auf Humboldts Tagebüchern basiert und seine große Südamerikareise (1799–1804) umfasst. Was es mit der Besteigung des Chimborazo oder mit Zitteraalen und Pferden auf sich hat, wie Humboldt gearbeitet hat?–?das lässt sich in diesem faszinierenden Buch anschaulicher denn je nachlesen.

Moderation: Denis Scheck

Kulturpartner NDR Kultur, Medienpartner NDR Info

Einlass: 18:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix