Dienstag, 16.04.2019
um 19:30 Uhr

Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg


Tickets
ab 12,00 €




HIGH VOLTAGE – Krimis mit sechs Fäusten
Der große Krimiabend mit Sophie Bonnet, Frank Goldammer und Miriam Semrau

Was lesen Krimiexperten am liebsten? Welche Krimis sind die besten dieses Frühjahrs? Woher nehmen Autoren ihre Ideen? Moderatorin Miriam Semrau hat zwei Bestsellerautoren zu Gast und gemeinsam bescheren die drei dem Publikum einen kriminell unterhaltsamen Abend.

Heike Koschyk alias Sophie Bonnet wird exklusive Einblicke geben in ihren nächsten Krimi »Provenzalischer Rosenkrieg«, der im Mai 2019 erscheint. Sie erzählt, wie sich französische Lebensart mit der Aufklärung perfider Verbrechen verbinden lässt, und verrät, welche Krimis ihr selbst schlaflose Nächte bereitet haben. Frank Goldammer wird seinen Kommissar Max Heller vorstellen und was er sonst noch schreibt, wenn er nicht gerade in einem historischen Krimi steckt. Und Miriam Semrau plaudert aus dem Nähkästchen, was bei ihrer Radiosendung »Krimi mit Mimi« im Hessischen Rundfunk so alles schieflaufen kann.

Selbstverständlich stellen sich alle drei den Fragen des Publikums und lassen Sie erst nach Hause gehen, wenn Sie einen prall gefüllten Zettel mit Lesetipps haben.

Ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg

Einlass: 18:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Philosophisches Café
Philosophisches Café
Lob der Genauigkeit
Zu Gast: Carolin Emcke

Unsere Gegenwart ist eine polarisierte, unsere Gesellschaft eine gespaltene. Öffentliche Debatten sind zunehmend gekennzeichnet durch ein Freund-Feind-Schema, differenziertes Argumentieren und Respekt für die Anderen werden schnell als »Political Correctness« abgetan. Ablehnung äußert sich oft wenig argumentativ, vielmehr grassiert ein Umgang, der den Andersdenkenden jeden Respekt versagt.

In ihrer Studie »Gegen den Hass« (2016) hat die Philosophin und Publizistin Carolin Emcke diese Kultur analysiert: Statt dass wir uns Genauigkeit leisten, sitzen wir der Vereinfachung auf, statt dass wir uns aufs Gegenüber einlassen, verallgemeinern wir zum platten Kollektiv. Die »terribles simplificateurs«, vor denen der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt schon vor mehr als 200 Jahren warnte, scheinen das Weltgeschehen zu dominieren. Der genaue Blick, das mit Bedacht gewählte Wort sind die Imperative der Stunde. Carolin Emcke übt sich seit vielen Jahren darin. Als Reporterin in Kriegsgebieten hat sie genau hingesehen. In ihren Kolumnen zerpflückt sie Vorurteile mit Akribie. 2016 erhielt sie für ihre Arbeiten den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

In ihrem neuesten Buch »Ja heißt ja und ...« (S. Fischer) analysiert sie die MeToo-Debatte und fragt, warum das Verhältnis von Sexualität und Wahrheit immer noch so kompliziert ist – und wir uns auch mit Blick auf das Begehren mehr Genauigkeit leisten können und sollen.

Moderation: Barbara Bleisch

Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum Medienpartner NDR Info, Kulturpartner NDR Kultur

Einlass: 18:00 Uhr

Die Veranstaltung ist restlos ausverkauft.
Welche Zukunft hat das Lesen? (1)
Welche Zukunft hat das Lesen? (1)
Lesen, um die Welt zu verstehen – eine Gesprächsrunde mit Arthur M. Jacobs, Kirsten Boie und Lothar Müller

Das Lesen scheint bedroht, die Zahl der aktiven Leserinnen und Leser zu schwinden. Doch was hat es mit diesen Untergangsszenarien auf sich? Verlieren wir die Kulturtechnik des Lesens wirklich, oder verändert sich diese nur, weil wir zunehmend nicht mehr über die altvertrauten Medien lesen?

Welche Zukunft hat das Lesen? Dieser Frage geht ein dreiteiliger Gesprächszyklus nach, dessen erster Abend sich der Bedeutung des Lesens für unser Weltverständnis widmet. Was heißt es, sich lesend der Welt zu nähern? Welche neuropsychologischen Prozesse laufen beim Lesen ab?

Darüber unter anderem diskutieren Arthur M. Jacobs, Professor an der FU Berlin im Arbeitsbereich Allgemeine und Neurokognitive Psychologie und zusammen mit Raoul Schrott Autor des Buches »Gehirn und Gedicht?–?Wie wir unsere Wirklichkeiten konstruieren« (Hanser), die vielfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie, die zuletzt die Hamburger Erklärung »Jedes Kind muss lesen lernen!« initiierte, und der Journalist der »Süddeutschen Zeitung« und Kulturwissenschaftler Lothar Müller, der in seinem Buch »Weiße Magie« (Hanser) die »Epoche des Papiers« beschrieb und zuletzt mit »Freuds Dinge« (Die Andere Bibliothek) für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war.

Moderation: Christoph Bungartz

In Kooperation mit der Kursbuch Kulturstiftung und mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Medienpartner NDR Info

Einlass: 18:30 Uhr
Zweite Liebe
Zweite Liebe
Salon für abgelehnte Manuskripte

Trotz zaghaft positiver Signale musste man als literaturliebender Mensch in letzter Zeit arg schlucken. Alle naslang Horrormeldungen aus einer Branche in Agonie. Die Leserzahlen schrumpfen. Grossisten melden Insolvenz an. Die Konkurrenz durch soziale Medien und Streaming-Dienste scheint übermächtig. Bestselleralgorithmen durchsieben die Buchproduktion. Auch etablierte Autorinnen und Autoren bleiben auf ihren nicht ganz marktkonformen Werken sitzen.

Ist ein abgelehntes Manuskript zwangsläufig ein schlechtes? Und was führt dazu, dass manche Texte Schattenbücher bleiben und nie das Licht der Leselampe erblicken? Wir bergen die Schätze aus den Schubladen.

Die Moderatoren Alexander Posch und Michael Weins, langjährige Mitveranstalter des Machtclubs und der Schischischo, begrüßen als Gäste Katrin Seddig (zuletzt »Das Dorf«, Rowohlt Berlin) und Anselm Neft (zuletzt »Die bessere Geschichte«, Rowohlt), die aus ihren liegengebliebenen Manuskripten lesen. Von Birgit Schmitz, Programmleiterin des Verlags Hoffmann und Campe, wollen wir erfahren, warum diese Texte zwar Preise gewannen (Katrin Seddig: Hamburger Förderpreis für Literatur 2015), aber niemals Bücher wurden.

Außerdem dabei: die schönsten Verlagsanschreiben, die verzweifeltsten Selbstanpreisungen, die euphemistischsten Absagen, die hoffnungslosesten Romananfänge, die unerwartetsten Erfolge und die unnötigsten Produkte auf dem Buchmarkt.

Einlass: 18:30 Uhr
Deutscher Buchpreis – Longlist
Nominierte stellen sich und ihre Romane vor

Spätestens mit Bekanntgabe der Longlist startet der literarische Herbst – und die Diskussion um den »Roman des Jahres«. Jenseits des Gezeters um die Juryentscheidungen steht die Freude an gut erzählten Geschichten, interessanten Charakteren, der ungewöhnlichen Darstellung des Gewöhnlichen und der soliden Präsentation von Außerordentlichem. Der Deutsche Buchpreis ist doch wirklich aus dem Bücherjahr nicht mehr wegzudenken. Am 14. Oktober wird der Preisträger oder die Preisträgerin bekanntgegeben. Ausgezeichnet wurden bisher etwa Arno Geiger, Terézia Mora, Robert Menasse und zuletzt Inger-Maria Mahlke.

Wir läuten den Literaturhaus-Herbst mit der Vorstellung vieler der Nominierten ein. Wer zum großen Longlist-Abend eingeladen wird, entscheidet die Jury des Buchpreises: Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt, Björn Lauer, Jörg Magenau, Alf Mentzer, Daniela Strigl und Margarete von Schwarzkopf. Bücher von 105 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im Rennen um den Titel. Am 20. August wird die vorher streng geheime Longlist veröffentlicht.

In der Freien Akademie der Künste stellen sich die Nominierten den Fragen des Moderationsdoppels und mit einem Leseausschnitt dem Publikum vor – jeweils zwanzig Minuten. Bei im letzten Jahr 15 Bühnengästen blieb Zeit für eine Pause und auf jeden Fall Gelegenheit, sich am Büchertisch der Buchhandlung Samtleben mit Lesestoff auszustatten.

Moderation: Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Hamburg in Kooperation mit der Freien Akademie der Künste und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Kunst- und Literaturstiftung Petra und K.-H. Zillmer

Veranstaltung endet gegen 23:30 Uhr.
Friedrich Christian Delius
Friedrich Christian Delius
liest aus seinem neuen Roman »Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich«

In seinem neuen Roman erzählt Friedrich Christian Delius von Kassandra. »Kassandra« ist der Spitzname eines eigensinnigen Wirtschaftsredakteurs. Nach seiner Kündigung verfolgt er seine Recherchen weiter und hält diese in Tagebuchform fest – freier und frecher. Dabei denkt er etwa über die Frage nach, die seine achtzehnjährige Nichte später möglicherweise stellen wird: Wie war das damals im frühen 21. Jahrhundert, als Europa auseinanderbröselte? Mit seinem Freund Roon entwirft er eine Vorstellung über die Zukunft in 100 Jahren: wenn dankbare Chinesen der heutigen Kanzlerin ein Denkmal auf Rügen errichten. Delius »ist ein feiner, wetterfühliger Autor, ein intelligenter, subtiler Beobachter«, urteilt die FAZ.

Friedrich Christian Delius wurde 1943 in Rom geboren und lebt in Berlin. In einem Essay beschreibt er sich selbst als »Veteranen der klassischen bundesdeutschen Literaturtradition« und wurde für sein Werk unter anderem mit dem Fontane- Preis, dem Joseph-Breitbach Preis und 2011 mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt. Sein neuester Roman »Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich« erscheint bei Rowohlt.

Moderation: Katrin Schumacher

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Hamburg, Buchhandlung Samtleben und Freier Akademie der Künste Hamburg im Rahmen der 6. Langen Nacht der Literatur

Zur 6. Langen Nacht der Literatur laden mehr als 50 Veranstalter zu Lesungen, Literaturperformances, Diskussionsrunden und Buchpräsentationen in ganz Hamburg ein. In diesem Jahr öffnet das Literaturhaus Hamburg zum zentralen Abschluss und Ausklang ab 22 Uhr die Türen. Die Hamburger Band »Duke & Dukies« wird für musikalische Unterhaltung sorgen. Feiern Sie nach der Lesung mit!

Einlass: 18:30 Uhr