Donnerstag, 18.07.2019
um 20:00 Uhr



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ab 28,50 €




"Es war einmal ein Prinz, der erfuhr von einer traurigen Königin, dass ihre Tochter entführt wurde. Nachdem er das Bild der jungen Königstochter sah, verliebte er sich sofort und war fest entschlossen, sie aus den Fängen der Entführer zu befreien. Nachdem ihm schwierige Prüfungen auferlegt wurden und er all seinen Mut unter Beweis stellen musste, konnte er seine Geliebte in die Arme schließen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute."
Es könnte so einfach sein, das Märchen von der Zauberflöte. Jedoch funkelnd in Zweideutigkeit und Hintersinn kommt Mozarts letzte Oper daher. Sie gibt sich einfach in ihrer äußeren Erscheinung und ist doch unverschämt herausfordern in den Fragen, zu denen sie uns zwingt und deren Antwort sie gleichzeitig verunmöglicht.
Wie gut und wie böse sind die zwei mächtigen Wesen Sarastro und die Königin der Nacht wirklich? Sind es nicht einfach Figuren, die um die Macht kämpfen und dabei ihre Menschlichkeit verleugnen um in göttlichen Sphären zu schweben? Wie genau sieht das Reich der Dunkelheit und das des Lichtes aus, und was macht es zum besseren?

Die Märchenwelt der Zauberflöte treibt als eine apokalyptische kaputte Insel durch Zeit und Raum und wird vom Kampf um die Vorherrschaft über die Menschheit zwischen dem frauenverachtende exklusive Männerclub Sarastros als Verteidiger des Lichtes gegen die Königin der Nacht bestimmt.
Genau hier finden sich Pamina, Tamino und Papageno wieder. Drei junge Leute, die im Sandkasten hätten zusammen spielen können. Manipuliert durch ihre Eltern werden die Drei in die Spiele der Mächtigen hineingezogen.
In ihrem Kampf geht es jedoch nicht um Macht, sondern einfach nur um die Liebe und darum jemanden zu finden, mit dem man sein Leben teilen kann. Genau das spiegelt die zu tiefst menschlichen Züge wieder und unterscheidet sie von dem propagandistischen Gerede ihrer Elterngeneration.
Im Kampf um die Liebe erstreiten sich die Protagonisten ihren eigenen Weg.
Die junge Generation hat die Wahl zum Aufbau einer neuen Gesellschaft. Das ist das Märchen.


Regie: Geertje Boeden
Musikalische Leitung: Georgios Vagianos
Kostüme + Ausstattung: Carl-Christian Andresen + Olga von Wahl

Regenvariante Schützenhaus Beeskow

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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DIE ZAUBERFLÖTE - Wolfgang Amadeus Mozart
Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk ´Die Zauberflöte´ ist eine der berühmtesten, meist gespielten und meist besuchten Opern der Musikgeschichte. Sie ist klassische Oper und Singspiel zugleich. Mozarts letztes Bühnenwerk ist bekannt wie kaum eine andere Oper. Seit mehr als zwei Jahrhunderten bezaubert dieses musikalische Märchen mit seiner Vielgestaltigkeit. So bunt und schillernd wie Mozarts wunderbare Musik ist auch die fesselnde Handlung dieser Oper. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Machtkampf zwischen der Königin der Nacht und Sarastro, dem Hohepriester des Sonnenreiches. Am Ende jedoch siegt die alles überwindende Kraft der Liebe und die Macht des Guten. ´Die Zauberflöte´ begeistert nicht nur erfahrene Opernfreunde. Auch für Kinder oder Operneinsteiger ist dieses faszinierende Werk besonders zu empfehlen. Viele Melodien wie z. B. ´Der Vogelfänger bin ich ja´, ´Dies Bildnis ist bezaubernd schön´ oder die berühmte Arie der Königin der Nacht ´Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen´ sind weltweit beliebt und bekannt, auch bei Menschen, die diese Oper nie zuvor gesehen haben. Die Besucher dürfen sich auf eine Aufführung mit internationalen Gesangssolisten, Opernchor und Orchester freuen. Opera Classica Europa präsentiert eine Inszenierung, die in der klassischen Tradition Mozarts verankert ist und bietet auch durch farbenprächtige Beleuchtung ein beeindruckendes Musikerlebnis. Besetzung: Königin der Nacht – Hanna Czarnecka Pamina – Sarah Cossabon Tamino – Antonio Rivera Orchester – Rhein-Main-Philharmoniker und viele weitere Solisten, Darsteller + Chor

Einlass: 19:00 Uhr
Die Zauberflöte - Oper von W. A. Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart hat 1791 für das Volkstheater seines Freundes Emanuel Schikaneder ein einzigartiges Singspiel in Musik gesetzt, das nicht nur Goethe begeisterte, sondern auch Wiener Bürger aller Schichten in Strömen zum Theater auf der Wieden pilgern ließ, um die Sensationen dieser „Zauber“-Oper zu bestaunen. Seither gehört die „Zauberflöte“ zu den meistgespielten Werken des Opern-Repertoires, das nicht nur breite Publikums-Schichten aller Altersgruppen mühelos zu faszinieren vermag, sondern auch als ideales Werk zum Einstieg für Kinder und Jugendliche gilt.
Wie kommt das?
Mit eingängiger, geradezu „populärer“ Musik wird eine breite Palette einschmeichelnder und pfiffiger Melodien geboten, vom Gassenhauer des Papageno („Der Vogelhändler bin ich ja“) bis hin zur hochdramatischen Koloratur-Arie der Königin der Nacht („Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“). Dennoch gestaltet Mozart seine Partitur mit künstlerischer Raffinesse, die auch Fachleuten eine Fülle an Leckerbissen und Höhepunkten zu bieten vermag.
Die Handlung des Werks scheint einfach zu sein: Ein fremder Prinz (Tamino) wird von der Königin beauftragt ihre Tochter Pamina aus der Gefangenschaft im Palast des Oberpriesters Sarastro zu befreien. Drei Genien übergeben ihm dafür eine Zauberflöte, die ihn vor den Gefahren beschützen soll. Als Führer und Begleiter fungiert der tollpatschige Papageno. Ihm wird ein Glockenspiel mit Zauberkraft übergeben. Dennoch misslingt die Mission und die beiden „Retter“ werden von Sarastros Gefolgschaft auf frischer Tat erwischt. Kommt es noch zu einem guten Ende? - Ja, aber anders als erwartet.
Beeindruckend, rätselhaft, widersprüchlich und geheimnisvoll symbolisch wirkt dieses Werk auf den Betrachter: Ein Kompendium bedeutender Ideen von der Antike bis zum Humanismus der französischen Revolution, sublimiert in einem Märchentheater voller Poesie und musikalischem Duft in höchster Vollendung.
Das Freie Landestheater Bayern bietet eine kurzweilige klassische Inszenierung mit hervorragenden jungen Sängern, schönen Bildern und vielen heiteren Momenten.

Einlass 15:00 Uhr