Akademie für Alte Musik Berlin

Sonntag, 19.05.2019 um 11:00 Uhr

Georg-August-Universität Göttingen
Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen


Tickets
ab 12,00 €




Großartige Orchestermusik wird in der Matinee der Akademie für Alte Musik Berlin in der Aula der Universität erklingen. Nicht weniger als sechs Concerti grossi von Georg Friedrich Händel stehen auf dem Programm. Zwei der Concerti sind eigenständige Werke, in den anderen finden sich Entlehnungen unter anderem aus der „Brockes-Passion“, der „Ode for the Birthday of Queen Anne“, den „Chandos Anthems“ oder „Amadigi di Gaula“. Dazu spielt das Ensemble unter Leitung von Georg Kallweit Fragmente aus den „18 Canons mélodieux“, die Georg Philipp Telemann während seines Aufenthalts in Paris veröffentlichte.

Einlass ab 10:30 Uhr

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Delirien der Liebe
Der junge Georg Friedrich Händel kam 1706 nach Rom, um sich dort und in weiteren italienischen Städten musikalisch weiterzubilden und sich bekannt zu machen. Das gelang ihm vortrefflich mit der dramatischen Kantate „Il delirio amoroso“. Die Geschichte handelt von der unglücklichen Liebe der Nymphe Clori zu dem Schäfer Tirsi. Der Schäfer verschmäht die Liebe der Nymphe und stirbt, was Clori in tiefe Verzweiflung stürzt. Sie fleht um die Wiederkehr ihres Geliebten aus dem Totenreich – mit so expressiv-erotischen Ausdrucksmitteln des Gesangs, die selbst das verwöhnte römische Publikum bis dahin nicht gehört hatte. Pikanterweise schrieb ausgerechnet ein Kardinal den Text zu „Il delirio amoroso“. Feinsinnige Eleganz eine Generation später: Der Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel komponierte empfindsam wie ein Seismograf. Und Carl Philipps Cousin zweiten Grades, Johann Bernhard Bach, schuf Werke, von denen wir heute kaum mehr wissen. Die brillant aufspielende Akademie für Alte Musik Berlin macht daraus gemeinsam mit der belgischen Sopranistin Sophie Karthäuser ein barockes Fest. Die Akademie für Alte Musik Berlin (Akamus) gründete sich 1982 in der DDR – ein gewagter Schritt, war das Ensemble doch das erste Originalklangorchester Ostdeutschlands. Seither hat dieses Barockorchester für viel Bewegung in der historischen Aufführungspraxis gesorgt: mit beeindruckender Vortragsweise, Spieltechnik und steter Neugier. Im dreißigsten Jahr des Mauerfalls gehört Akamus längst zu den international bedeutenden Ensembles für Alte Musik.

Z.Zt. stehen für diese Veranstaltung online keine Karten zur Verfügung.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix