Nathan der Weise - Schauspiel

Samstag, 02.03.2019 um 19:30 Uhr

Großes Haus Theater Ansbach
Promenade 29, 91522 Ansbach


Tickets
ab 13,00 €




Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge: Als der jüdische Kaufmann Nathan nach einer Geschäftsreise ins heimische Jerusalem zurückkehrt, muss er erfahren, dass seine Tochter Recha bei einem Brand nur knapp dem Feuertod
entkommen ist. Ihr Leben verdankt sie einem jungen Tempelritter, der sie
aus den Flammen befreit hat. Recha und ihr Retter verlieben sich ineinander, doch Nathan zeigt immer mehr Vorbehalte gegen den jungen Mann christlichen Glaubens. Währenddessen kämpft der Herrscher der Stadt, der
muslimische Sultan Saladin, mit den leeren Staatskassen und lässt auf Anraten seiner Schwester Sittah den wohlhabenden Nathan zu sich bringen.
Anstatt direkt Geld von ihm zu fordern, fragt Saladin den für seine Weisheit viel
gerühmten Juden nach der einzig wahren Religion. Dieser wittert eine Falle und
statt eine direkte Antwort zu geben, erzählt er dem Sultan eine Geschichte über drei Brüder und deren Erbe – die „Ringparabel“. Lessings Plädoyer für
Toleranz und Gleichberechtigung der drei monotheistischen Weltreligionen zählt heute zu den Klassikern der deutschen Literaturgeschichte, dessen humanistische Botschaft auch heute – angesichts von religiösen Vorurteilen,
Hass und Fundamentalismus – nichts von seiner Aktualität verloren hat.
„Der Aberglauben schlimmster ist,
den seinen für den erträglicheren zu halten.“
Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weis

Stückeinführung 19 Uhr

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Nathan der Weise


Der Klassiker


»Hasko Weber webt die verführerische Orgie der Mitmenschlichkeit mit einfachen
schauspielerischen Mitteln und kann sich dabei auf ein großartiges Ensemble verlassen. Man lässt Lessings Sprache schnurren, Gesten sprechen und spart auch
nicht mit Humor.«

Thüringische Landeszeitung


 



Donnerstag, 27.06.2019 | 19.30 Uhr

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| Schauspielmiete BLAU | Freier Verkauf |

Freitag, 28.06.2019 | 19.30 Uhr

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| Schauspielmiete ROT | Freier Verkauf |



Deutsches Nationaltheater Weimar



Inszenierung: Hasko Weber

Bühne & Kostüme: Thilo Reuther

Dramaturgie: Carsten Weber

Musik: Sven Helbig



mit Sebastian Nakajew, Johanna Geißler,
Sebastian Kowski, Isabel Tetzner,
Anna Windmüller, Thomas Kramer,
Marcus Horn, Julius Kuhn, Krunoslav Šebrek


Uraufführung im Döbbelinschen Theater Berlin
am 14. April 1783

Premiere im Nationaltheater Weimar
am 23. Februar 2018


Lessing entwirft mit seinem dramatischen Gedicht »Nathan der Weise« ein Sinnbild des vorurteilsfreien und respektvollen Umgangs der Religionen untereinander. Er beschäftigt sich mit den Begriffen seiner Zeit und lässt die Figuren den Kern humanistischer Ideale verhandeln. Eine Lektüre heute zwingt uns, die Gültigkeit der Lessing’schen Idee von Respekt und Toleranz neu zu prüfen. Denn die Frage nach einer friedlichen Koexistenz ist die Frage nach dem Zusammenleben trotz Unterschieden und Unvereinbarkeiten. Greifbare Zukunftsvision oder Utopie?




Zeitlebens ging es Gotthold Ephraim Lessing um die religiöse Wahrheit – um den Kampf gegen stumpfe Buchstabengläubigkeit, für ein tolerantes Christentum, auch gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Lessing verspürt Sendungsbewusstsein. »Ich muß versuchen, ob man mich auf meiner alten Kanzel, auf dem Theater wenigstens, noch ungestört will predigen lassen«, schreibt er 1778 an Elise Reimarus. Und er findet die Form für sein Humanismusplädoyer in einem dramatischen Gedicht mit fünffüßigen Jamben: 1779 erscheint »Nathan der Weise«, das erste weltanschauliche Ideendrama – und Lessings Meisterwerk.


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Anna Windmüller, Isabel Tetzner, Sebastian Kowski | Foto: Volker Beinhorn

Schweinfurt

28.06.2019
19:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix