Mittwoch, 17.01.2018

Kunst & Kultur
Staatsorchester Rheinische Philharmonie
17.01.2018 in Lahr

Solistin: Sophia Jaffé, Violine
Dirigent: Garry Walker


Programm: Malcolm Arnold: Four Scottish Dances op. 59 Max Bruch: Schottische Fantasie für Violine und Orchester Es-Dur op. 46 Claude Debussy: Marche écossaise sur un thème populaire Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 "Schottische"

Schottland ist mit seinen hohen Bergregionen und einsamen Tälern ein ganz besonderer Ort, an den es viele Besucher aus der ganzen Welt schon seit Jahrhunderten zieht. Dies ist vielleicht auch der Grund dafür, ein ganzes Konzertprogramm mit Werken zu füllen, die zum einen zwar alle von Schottland, seiner Landschaft und seiner Musik inspiriert wurden, zum anderen aber ausnahmslos von Nichtschotten komponiert wurden. Eines der populärsten Stücke ist in diesem Zusammenhang die ,,Schottische Sinfonie" von Felix Mendelssohn Bartholdy, deren erste Skizzen er 1829 anlässlich einer Schottlandreise niederschrieb, die er allerdings erst Jahre später abschloss. Aber auch die 1880 von Pablo de Sarasate uraufgeführte ,,Schottische Fantasie" von Max Bruch fängt viel von dem geheimnisvollen Flair ein, das mit diesem besonderen Landstrich im Norden von Großbritannien verbunden wird. Der englische Komponist Malcolm Arnold hat neben Tänzen aus Wales, Irland oder Cornwall auch vier wunderbar instrumentierte schottische Tänze geschrieben, in denen die ganze Klangpracht des großen Orchesters zum Tragen kommt. Claude Debussy komponierte im Jahr 1890 einen Marsch, der auf einem Dudelsackthema beruht, das ihm ein amerikanischer General mit schottischen Wurzeln näherbrachte. Auch Dirigent Garry Walker hat schottischen Bezug: Er wurde in Edinburgh geboren.

Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie ist mit über 350-jähriger Geschichte Aushängeschild der Stadt Koblenz und verfügt über ein breites Repertoire von der großen Sinfonik bis zum Jazz. Es gastiert mit diesem Konzert zum ersten Mal in Lahr.

Die Berliner Geigerin Sophia Jaffé ist als brillante Solistin und versierte Kammermusikerin seit vielen Jahren auf den bekannten Konzertpodien zu Hause und begeistert Presse wie auch Publikum im In- und Ausland mit ihrem unmittelbaren Zugang zur Musik und ihrer enormen Spielfreude. Ihr Anliegen, über Musik zu kommunizieren und Erfahrungen weiterzugeben, findet zudem Ausdruck in ihrer Lehrtätigkeit als Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Es sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich.
Literatur
Axel Hacke - Axel Hacke liest
17.01.2018 in Ulm

Axel Hacke liest

Hacke liest – aber was liest er denn? Das lässt sich vorher nicht so genau sagen, denn Hackes
Prinzip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu bringen und erst im Laufe des Abends zu
entscheiden, welche er vorträgt: Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest:
„Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“. Aber
dann? Vielleicht ein Stück aus „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“, in dem es in jener
wunderbar leicht-verspielten Weise, die allen Hacke-Büchern eigen ist, um nicht weniger als den
Sinn des Lebens geht? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen
Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Norddeutsche Rundfunk einmal dem Publikum gab: „Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden.“


Axel Hacke wurde 1956 in Braunschweig geboren und lebt heute als Schriftsteller und Journalist in München. Von 1981 bis 2000 arbeitete er als Reporter und „Streiflicht“-Autor bei der
Süddeutschen Zeitung, für deren Magazin er bis heute unter dem Titel „Das Beste aus aller Welt“ seit Jahren eine viel gelesene Alltagskolumne schreibt. Seine journalistische Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet: Joseph-Roth-Preis (1987), Egon-Erwin-Kisch-Preis (1987 und 1990) und Theodor-Wolff-Preis (1990). Hackes Bücher, zu denen mehrere Bestseller („Der kleine
Erziehungsberater“, „Der kleine König Dezember“, die Wumbaba-Trilogie) gehören, wurden in
zahlreiche Sprachen übersetzt.