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Wissensspeicher der Reformation

Donnerstag, 23.03.2017



Die Marienbibliothek und die Bibliothek des Halleschen Waisenhauses

Den Beginn des Reformationsjubiläums feiern die Franckeschen Stiftungen mit einer Ausstellung zu den Beständen der Marienbibliothek und der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen in Halle. Als Wissensspeicher der Reformation präsentieren sich diese beiden herausragenden lutherischen Büchersammlungen aus dem 16. und 18. Jahrhundert auf 300 qm Ausstellungsfläche in sieben Räumen mit prächtigen Drucken, sprechenden Buchobjekten und spannenden Geschichten ihrer Sammler. Im Mittelpunkt der Schau stehen die Büchersammlungen und ihre Bedeutung für die Stadt Halle. Ein lebendiges privates Sammlertum, verinnerlichte Frömmigkeit, innovative Bildungsideen und die weltweite Verbreitung des Luthertums im Halleschen Pietismus des 18. Jahrhunderts sind das einzigartige Erbe der Reformation in Halle, das in der Ausstellung erfahrbar wird.



Bis 1541 hatte Luthers eifriger Gegner Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490–1545) reformatorische Tendenzen in der Saalestadt unterdrückt. 1552 wurde direkt am Marktplatz die Marienbibliothek gegründet, die heute als eine der ersten evangelischen Gemeindebibliotheken noch erhalten ist. Viele der reformatorischen Forderungen Luthers vollendete 200 Jahre nach der Reformation der lutherische Theologe und Pietist August Hermann Francke (1663–1727) als Antwort auf ein krisenhaftes Jahrhundert mit dem Bau des Halleschen Waisenhauses. Seine 1698 zu Bildungszwecken gegründete, öffentlich zugängliche Bibliothek im ältesten erhaltenen profanen Bibliothekszweckbau Deutschlands steht für die Aufnahme der Impulse der Reformation im Halleschen Pietismus auf dem Weg in die Moderne.



Der Rundgang durch die Ausstellung beleuchtet zunächst den Buchdruck und Buchbesitz in Halle zur Zeit der Reformation. Der Besitz von Lutherdrucken war zur Reformationszeit brisant. Das zeigt der Fund eingemauerter Flugschriften Luthers im hallischen Gasthaus „Zu den drei Schwänen“, die 1715 in den Besitz des Theologen Heinrich Milde (1676–1739) gelangten. Die in der Ausstellung vertretenen prunkvollen Drucke der Exillutheraner, etwa die böhmischen Bibeln von 1537 aus der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen und von 1556 aus der Marienbibliothek, zeigen in welch schwieriger Situation sich die oftmals bedrängten Lutheraner nach der Reformation befanden. Auch dies  wird durch die Sammlungsgeschichte der beiden Bibliotheken eindrucksvoll widergespiegelt.



Für die Vielzahl der engagierten Sammler steht beispielhaft Felicitas von Selmenitz (1488–1558). Ihre sehr wertvolle Bibliothek mit einer Vielzahl herausragender handsignierter Reformationsdrucke, die sich in der Marienbibliothek befinden, zählt zu den seltenen, bis heute erhaltenen adligen Büchersammlungen aus der Frühen Neuzeit. Den Anfeindungen Kardinal Albrechts ausgesetzt, musste sie 1528 Halle verlassen und ging nach Wittenberg. Ihre Verehrung der Reformation zeigen viele handschriftliche Widmungen, u.a. von Martin Luther, in ihren Büchern.



Dieser sehr privaten Würdigung steht eine öffentliche Luther-Verehrung in den folgenden Jahrhunderten gegenüber. Die Ausstellung nimmt das Thema am Beispiel der Lutherfigur auf, die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in der Marienbibliothek, dann bis 1943 in der Marktkirche zu sehen war. Gesicht und Hände des Reformators bildeten die heute in der Marktkirche in Halle ausgestellte Totenmaske sowie die Wachsabgüssen von Luthers Händen. Sowohl Bücher als auch Objekte, z.B. der Melanchthon zugeschriebene Schuh aus der Marienbibliothek oder das Relief mit dem Porträt Luthers aus der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen, unterstreichen die Bedeutung der Büchersammlungen als Erinnerungsräume. Wie sich hier semantische und haptische Objekte zur Glaubenssicherung, Selbstvergewisserung und konfessionellen Abgrenzung ergänzten, ist im reich illustrierten wissenschaftlichen Begleitkatalog mit Beiträgen u.a. des namhaften Frühneuzeitforschers zur Schriftkultur und zum europäischen Wissenstransfer Prof. Dr. Helmut Zedelmaier oder des Experten für Sammlungsgeschichte PD. Dr. Stefan Laube nachzulesen.



 




Di-So 10-17 Uhr
am 24.-26. und 31.12 und 1.1.2017 geschlossen

Quelle: kulturkurier


 
Eventdaten bereitgestellt von: kulturkurier / Kulturclub.de
 
 
Anschrift

Franckeplatz 1, Haus 1
06110 Halle
Deutschland

Telefon:0345 - 21 27 450
Fax:0345 - 21 27 433

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